Ein Januar, den man nicht braucht

Es wird ja behauptet, der November sei trist. Das ist Quatsch, denn eigentlich ist der Januar trist. Im November kann man sich auf Weihnachten freuen, während man jetzt, wo es endlich Winter geworden ist, nirgendwo mehr in einem Holzhäuschen ein Glas Glühwein bekommt.

Schade, angesichts des völlig verkorkst begonnenen neuen Jahres, in dem man ein bisschen Wärme und Freundlichkeit gut gebrauchen könnte. Doch damit ist nicht zu rechnen, denn jetzt werden die liegen gebliebenen Entscheidungen aus dem alten Jahr durchgezogen. Kahlschlag an sämtlichen Straßenrändern und im städtischen Haushalt - und bei Alstom in Bexbach. Es war nur eine kleine Meldung, doch sie passt genau in die miese Stimmung: Die neuen Herren im Alstom-Konzern lassen vor den Augen der düpierten Bexbacher Mitarbeiter schon mal die großen Maschinen in die Schweiz abtransportieren, damit dort ja nicht die Produktion stillsteht. Am Ende muss man das Gerät womöglich zurückrufen, weil es zu viel Strom verbraucht. Lediglich die Saarpfalz-Touristik sorgte in diesen Tagen für schöne Aussichten. Hoffentlich können wir im Sommer noch unbeschwert ein Glas Apfelsaft trinken.