Das Schicksal der Halle ist besiegelt

Das Schicksal der Halle ist besiegelt

Die SV Elversberg ist als Investor für die ehemalige Tischtennishalle in St. Ingbert aus dem Rennen. Das ist schon länger klar, wurde aber mit Rücksicht auf die Gespräche über andere Pläne im Umfeld des Mühlwaldstadions bisher noch nicht öffentlich.

Spätestens in einer Woche sollte die SV Elversberg erklären, wie es um ihr Interesse an der ehemaligen Tischtennishalle in St. Ingbert steht. Dass das noch nicht passiert ist, hängt wohl an den "sehr vertrauensvollen Gesprächen" mit der Stadt und dem SV St. Ingbert, auf die der Fußball-Regionalligist in dieser Woche auf Nachfrage verwiesen hat. Das gute Verhältnis untereinander wollte bisher keiner der Beteiligten durch einen Alleingang auf die Probe stellen. Im Vertrauen verhandelt wird aber inzwischen nur noch über das Mühlwaldstadion und sein Umfeld. Das ist als künftiges Trainingszentrum der SV Elversberg weiter erste Wahl. Die Tischtennishalle, die eine Mehrheit im St. Ingberter Stadtrat bereits 2015 abreißen lassen wollte, ist bei den Zukunftsplänen hingegen längst abgehakt. Bereits im Januar hatte die SVE bei einem Gespräch im St. Ingberter Rathaus, an dem Vertreter der Stadt und des SV St. Ingbert beteiligt waren, klar gemacht: Eine Sanierung der maroden Halle wäre viel zu teuer und selbst für den finanziell gut gestellten Regionalisten unwirtschaftlich.

Bei dem Gespräch im Rathaus war noch ein vierter Akteur mit dabei: Edeka. Denn auch Edeka hat in Nachbarschaft zum Mühlwaldstadion Pläne. Den an der Spieser Landstraße bestehenden Aktiv-Markt soll ein größerer Neubau auf der anderen Straßenseite ersetzen. Das war nochmals in einer Mitteilung zu lesen, die die Stadtverwaltung jetzt im Stadtrat-Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt machte. Aus dieser Vorlage geht auch hervor, dass der neue Markt an der Straße "Am Mühlwald" platziert werden soll, um die Rohrbachaue von einer Bebauung freizuhalten. Andere Details sind noch offen. Vor allem die Frage, was mit dem SV-Hartplatz Obermühle passieren soll. Noch sehen die Pläne vor, diesen Sportplatz zugunsten der Kundenparkplätze durch ein Kleinspielfeld zu ersetzen. Das würde aber nicht reichen, wenn der SV St. Ingbert ab dem Sommer wieder mit einer aktiven Mannschaft spielt. Und das bleibt sein festes Ziel, wie der SV-Vorstand versichert.