Beharrlicher Widerstand

Der Landrat des Saarpfalz-Kreises und Chef des Biosphärenzweckverbandes Bliesgau, Theophil Gallo (SPD ), hat in dieser Woche die Keule ausgepackt. Im Falle einer Erweiterung des Kalksteinbruchs in Rubenheim sei möglicherweise der Biosphärenstatus in Gefahr. Im Widerstand gegen die Ausbaupläne ist Gallo durchaus konsequent. Schon früh, für viele allzu früh, nämlich im Landratswahlkampf 2014, hatte er sich gegen die Erweiterungspläne positioniert. Auf der anderen Seite ist der Bexbacher Gallo Diskussionen aufgeschlossen, wenn es gilt, Bexbach in die Biosphäre zu integrieren. Die Stadt mit dem Kohlekraftwerk liegt - neben einem Teil von Homburg - bisher als einzige Kommune im Saarpfalz-Kreis (noch) nicht im Biosphärengebiet. Gallo sollte sich daran erinnern, dass die erste Erweiterungsgenehmigung für das Kalkwerk auf dem Hanickel im Jahr 2011 aus dem Homburger Landratsamt kam. Außerdem bemängeln Kritiker, dass seine Stellungnahme zum Kalkwerk als Biosphärenzweckverbands-Vorsteher nicht demokratisch abgesegnet ist. Denn wo ist die Einbindung und die Entscheidung der Verbandsversammlung? Fehlanzeige! Hier wäre gewiss kein einmütiges Urteil zu erwarten.