Alles im Lot bei den Narren

Wenn an diesem Wochenende und am Montag und Dienstag landauf, landab die Faasebooze bei ihren Umzügen wieder auf die Straßen gehen, sind selbstverständlich auch wieder die Blieskasteler mit von der Partie.

Selbstverständlich? Im vergangenen Jahr stand der Umzug wegen Sicherheitsauflagen auf der Kippe. Ein Kompromiss zwischen Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener und BKG-Präsident Elmar Becker, dass der Fastnachtsumzug doch stattfindet, war in letzter Minute gefunden worden. Mit der Einigung konnten beide Parteien gut leben, ohne dass jemand sein Gesicht verloren hätte. Die angekündigte Absage der Traditionsveranstaltung hatte beide Parteien arg unter (politischen) Druck gesetzt. Daraus hat man offenbar gelernt. Jedenfalls ist diesmal unnötiger Ärger ausgeblieben, still ruht der See, in diesem Jahr läuft alles nach Plan. Unruhe hatte es vor drei Jahren schon einmal gegeben. Bei der 49. Auflage war der Umzug aufgrund erheblicher Sicherheitsbedenken hinter dem Lautzkircher Bahnübergang in Richtung Blieskastel gestartet worden, was so manche Faasebooze in Lautzkirchen und traditionsbewusste BKGler in Harnisch gebracht hatte. Doch das ist alles Schnee von gestern, zumal neue Herausforderungen zu bewältigen sind. Angesichts der Vorfälle in der Silvesternacht in Köln und anderen Städten gibt es auch in Blieskastel schärfere Sicherheitsbestimmungen: Am Amtsgericht werden zusätzliche Ordner eingesetzt, auch die Polizei wird ihre Präsenz verstärken. Ungemach könnte noch vom Wetter drohen. Gegen Regen und Sturmböen können auch Sicherheitskräfte nichts ausrichten. Doch das sieht man in Kreisen der Faasebooze eher gelassen: Nasskaltem, garstigem Wetter haben die Narren schon des Öfteren getrotzt.