Ablehnung und Zweifel

Dass die Tourismuspläne von Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind für den Schlossberg nicht überall auf Gegenliebe stoßen würden, war abzusehen. Was sich dann allerdings nach Veröffentlichung seines Konzepts in unserer Zeitung abspielte, überrascht schon. Ob auf unserer Facebook-Seite, in Telefonaten oder bei Gesprächen auf der Straße, es gab bislang ausschließlich negative Kommentare der Homburger. Kein einziges Lob, kein nur ansatzweise positiver Kritikansatz für den Erlebnisaufzug - nichts. Da haben die Verantwortlichen im Rathaus und in den Stadtratsparteien viel Überzeugungsarbeit vor sich. Bevor das Projekt tatsächlich starten kann, bleibt allerdings auch noch etwas Zeit dafür. Zeit zu erklären, ob die geschätzten sechs Millionen Euro richtig angelegt sind und ob die Summe am Ende überhaupt ausreichen wird. Da gibt es doch erhebliche Zweifel im weiten Rund.

Zweifel gibt es nach wie vor auch, wenn es um die geplante Umgehungsstraße zur B 423 geht. Zum wievielten Mal wurden nun - wieder und wieder überarbeitete - Pläne präsentiert und neue Baustarts versprochen? Die Zweifel werden nicht kleiner, wenn man verfolgt, mit wie viel Vehemenz gerade von pfälzischer Seite die Bahnreaktivierung von Homburg nach Zweibrücken betrieben wird. Zwei solche Großprojekte parallel für eine Strecke mit Kosten von weit mehr als 60 Millionen Euro? Kein Wunder, wenn einem da Zweifel kommen.