Kleiner soll die Festa Italiana nicht werden

Kleiner soll die Festa Italiana nicht werden

Homburg. Vier Tage Festa Italiana, rechnet man das Klassik-Open-Air am vergangenen Mittwoch mit ein, sogar noch ein bisschen mehr, liegen hinter den Homburgern

Vanessa Calcagno gab dem zweiten Klassik-Open-Air der Festa Italiana 2010 Gesicht und Stimme. Foto: Thorsten Wolf.

Homburg. Vier Tage Festa Italiana, rechnet man das Klassik-Open-Air am vergangenen Mittwoch mit ein, sogar noch ein bisschen mehr, liegen hinter den Homburgern. Mit dem großen Finale, dem zweiten Klassik-Konzert unter freiem Himmel, setzten die Veranstalter am Sonntagabend noch ein großes Ausrufezeichen: Vor rund 1 300 Besuchern ließen das Homburger Kammersinfonie-Orchester und die Opern-Interpretin Vanessa Calcagno die Festa 2010 ausklingen. Im Kehraus am Montag fand Organisator Silvio Natale (Foto: pma/smi) Zeit, um die vier Tage Revue passieren zu lassen. Angesichts der sehr guten Besucherzahlen fiel das Fazit erwartungsgemäß positiv aus. "Trotz des Umstandes, dass wir am Mittwoch und am Samstag ein bisschen unter dem Wetter zu leiden hatten, war es eine sehr erfolgreiche Festa 2010. Gerade am Samstag haben wir genau die Zuschauerzahl erhalten, die wir wollten. Die Klassikkonzerte am Mittwoch- und Sonntagabend waren auch ein großer Erfolg. Man kann sich also über die Festa-Festtage nicht beschweren. Es war so, wie wir es erwartet haben." Auch der Umstand, dass es auf und um die Festa herum trotz des großen Andrangs zu keinen sicherheitsrelevanten Risiko-Situationen gekommen sei, verbuchte Natale gegenüber unserer Zeitung auf der Habenseite. Auch kritischen Anmerkungen rund um den mit den Jahren gewachsenen Festaktivitäten stellte sich Natale, so mit Blick auf Beschwerden von Anwohnern der Homburger Innenstadt über die von ihnen beklagte Lärmbelästigung. "Dieses Problem kennen wir seit Jahren. Aber dazu muss ich sagen, wenn wir eine entsprechende Genehmigung bis Mitternacht haben, dann wird es auch Mitternacht. An diese Auflage haben wir uns gehalten. Und ich denke, damit muss man leben. Eine Stadt lebt von solchen Aktivitäten wie der Festa Italiana. Wenn wir diese Aktivitäten sterben lassen würden, würde die Stadt auch sterben. Immerhin profitieren auch die anderen Gastronomen und Geschäfte von den Menschen, die ein solches Fest in die Stadt zieht." Zur kritisierten langen Sperrung der Talstraße und der Frage, ob ein Fest in der Größenordnung der Festa Italiana nicht auf einem Freigelände besser aufgehoben sei, sagte Natale: "Die Festa Italiana gehört auf den Christian-Weber-Platz, die Festa Italiana gehört der Stadt. Und ich denke, die Stadt profitiert von dieser zentralen Lage. Was die Sperrung der Talstraße angeht: Auch hier denke ich, dass man damit einfach leben muss. Das ist einmal im Jahr und eigentlich keine große Sache. Sicher, jeder möchte seine eigenen Wünsche erfüllt sehen, aber das geht einfach nicht." Bleibt die Frage nach der Zukunft der Festa und einer möglichen Ausdehnung der Festfläche. Natale: "Kleiner oder kürzer wird die Festa mit Sicherheit nicht mehr, das ist kaum vorstellbar. Vielleicht ist es sinnvoll, über ein größeres Angebot in der Talstraße und in der St.-Michael-Straße nachzudenken. Darüber hinaus wird sich die Festa nicht vergrößern, denn das würde dem Fest die Stimmung nehmen." thw

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