Zukunft für die Bildung

Zimmer werden auf neuen Stand gebracht, der Eingangsbereich wird sich ändern und mehr: Das Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel wird mit sieben Millionen Euro attraktiver gestaltet.

Es ist in die Jahre gekommen, das Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel . So zumindest sehen es die Verantwortlichen, wenn sie auf das 1956 als "Bildungsheim" errichtete Gebäude am Tannenwald in Kirkel-Neuhäusel schauen. Das hat nun zur Folge, dass das Haus auf Sicht und in drei Bereichen modernisiert wird. So sollen die insgesamt 70 Zimmer, in denen die Teilnehmer von Bildungsmaßnahmen untergebracht sind, auf neuen Stand gebracht werden. Das betrifft vor allem die Sanitäranlagen mit Dusche und WC. Aber es soll auch breitere Betten geben, die Ausstattung der Zimmer soll mittels heller und freundlicher Holzelemente zeitgemäßer werden.

In einem weiteren Teil der umfangreichen Sanierungen soll auch der Eingangsbereich des Bildungszentrums neu gestaltet werden. Bislang liegt der an der Hauptzufahrtsstraße. Doch erfahrene Gäste der Einrichtung wissen: Die meisten Gäste benutzen den "Hintereingang" aus Richtung des großen Parkplatzes. Dem will man nun Rechnung tragen. Dazu Hans Peter Kurtz, der Vorstandsvorsitzende der Arbeitskammer: "Wir werden den Eingang und die Rezeption in diesen Bereich verlegen und auch die Zuwege neu gestalten. So schaffen wir eine passende Empfangssituation für unser Haus." Der dritte Bereich der Sanierung betrifft nochmal den Übernachtungstrakt des Bildungszentrums. Hier soll der Freizeitbereich mit Sauna und Fitness modernisiert werden, mit einem zusätzlichen Multifunktionsraum will man gerade jüngeren Gästen flexible Möglichkeiten der Freizeitgestaltung geben. Mit dieser Maßnahme geht auch eine energetische Sanierung des Übernachtungsbereiches einher.

All das will sich die Arbeitskammer des Saarlandes rund sieben Millionen Euro kosten lassen. Und weil eine solche Summe nicht stillschweigend verbaut werden soll, wurde der Start der umfangreichen Umbaumaßnahme gestern mit einem symbolischen Spatenstich gefeiert. Unterm Maurerhelm unter anderem: Saar-Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger , Saarpfalz-Landrat Theophil Gallo , Kirkels Bürgermeister Frank John , Arbeitskammer-Hauptgeschäftsführer Thomas Otto und eben Hans Peter Kurtz. Er nannte in der anschließenden kleinen Feierstunde vor zahlreichen Gästen einige Hintergründe der Baumaßnahme. Kurtz sprach in diesem Zusammenhang von einem "Spatenstich in eine neue Ära". Mit den nun beginnenden Sanierungsarbeiten stelle man eine neue Weiche in die Zukunft der Bildungsarbeit der Arbeitskammer, in die Zukunft der Bildungsarbeit der saarländischen Gewerkschaften.

Grundsätzlich, so Kurtz, gebe es für die Arbeitskammer und ihr Bildungszentrum in Kirkel eine Vielzahl von Herausforderungen, bei denen man sich in der Zukunft positionieren müsse. Dies betreffe unter anderem die Digitalisierung der Arbeitswelt, Stichwort "Industrie 4.0". Für diese Veränderungen müsse man gerüstet sein, bekräftigte Kurtz. "Wo liegen für uns die Handlungsfelder, was ändert sich im Arbeitsleben? Wie ändern sich die Tarifverträge? In all diesen und einigen Bereichen mehr gelte es, die Interessenvertreter der Arbeitnehmer in Kirkel zu schulen.

Zum Thema:

Auf einen Blick Seit 1956 gibt es in Kirkel das Bildungszentrum der Arbeitskammer des Saarlandes, gegründet wurde es als "Bildungsheim". Mit seinem umfangreichen Bildungsangebot richtet es sich Betriebs- und Personalräte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Vertreter schwerbehinderter Menschen und an alle Arbeitnehmer, die ihren Bildungsurlaub in Anspruch nehmen und sich weiterbilden wollen. Jährlich nutzen 35 000 Teilnehmer diese Möglichkeit. Das Bildungszentrum im Internet: www.bildungszentrum-kirkel.de . thw