Wo Ältere gut wohnen

Limbach. Das Seniorenhaus in Limbach wächst und gedeiht. Vor allem die älteren Limbacher Bürgerinnen und Bürger hatten nach all den Problemen um den Bau kaum noch daran geglaubt, "doch Sie sehen, dass tatsächlich hier gebaut wird", sagt Bernhard Roth, Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Landesverbandes Saar (ASB), gegenüber unserer Zeitung

Limbach. Das Seniorenhaus in Limbach wächst und gedeiht. Vor allem die älteren Limbacher Bürgerinnen und Bürger hatten nach all den Problemen um den Bau kaum noch daran geglaubt, "doch Sie sehen, dass tatsächlich hier gebaut wird", sagt Bernhard Roth, Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Landesverbandes Saar (ASB), gegenüber unserer Zeitung.Und tatsächlich, das Gebäude in der Kirchenstraße, das mit Hilfe großer Kalksandsteinquader - Roth spricht scherzhaft von "Legobauweise" - schnell in die Höhe wächst, lässt schon erste Strukturen erkennen. "Hier kommen die Zimmer hin", erklärt Roth und zeigt auf den Bereich neben einem Flur, der schon deutlich erkennbar ist. An den beiden Stirnseiten sind jeweils große Fenster eingelassen, damit Licht hineinkommt. "Die Flure sollen hell und freundlich wirken, ebenso die Gemeinschaftsräume", betont er. Das Seniorenhaus verfügt über keinen eigenen Garten, lediglich über einen kleinen geschützten Grünbereich, zu dem vornehmlich die Demenzkranken Zutritt haben. Für sie wurden Zimmer zu ebener Erde gebaut, so dass der Zugang erleichtert wird. Dennoch liegt das künftige Seniorenhaus im Grünen, denn hinter dem Haus schließt sich eine große Wiese mit Bäumen an, seitlich blickt man auf einen wohlbestellten Gemüsegarten, der von Anwohnern der Kirchenstraße bebaut und genutzt wird. Die Straße, in der früher mal das alte Kino stand, ist ohnehin ein Glücksfall für die künftigen Bewohner, denn es handelt sich um eine schmale Spielstraße ohne großen Autoverkehr. Das heißt, man wohnt geschützt und dennoch nicht außerhalb des Ortes. Um die Ecke fließt der Mutterbach, der allerdings auch Nachteile mit sich brachte: "Wie konnten hier keinen Keller planen", erklärt Bernhard Roth, "da hätten wir allein schon beim Ausschachten knöchelhoch im Wasser gestanden." Deshalb musste ein Erdgeschoss-Trakt des Gebäudes für Wirtschafts- Lager- und Kühlräume reserviert werden. Was aber gar nicht so verkehrt ist, denn es gibt dort Tageslicht und eine gute Verbindung zur Großküche, die gegenüber liegt. Auf die Küchenplanung ist Roth besonders stolz: "Die Küche wird super-modern und funktionell. Wir können hier bis zu 800 Essen pro Tag herstellen." Die Küche werde von einer Firma aus Erfurt geliefert, die sonst nur auf wirklich große Kantinenküchen spezialisiert sei, erklärt Roth. Aber über die ausführende Baufirma gebe es Kontakte zu diesem Kücheneinrichter, "so dass wir hier in Limbach davon profitieren". Sein Wunsch wäre, die neue Küche nicht nur fürs Seniorenheim zu nutzen, "sondern auch Schulen und Kindergärten zu beliefern, ebenso den rollenden Mittagstisch, denn die Kapazität ist vorhanden." Meinung

Jetzt geht's in Limbach voran

Von SZ-RedakteurinChristine Maack Über all die Pannen im Vorfeld des Limbacher Seniorenhauses soll hier kein Wort mehr verloren werden. Denn der ASB, der das Grundstück gekauft, das Haus selbst bauen und künftig auch betreiben wird, hat darin keine Aktien. Im Gegenteil, der ASB stand sogar als erster Interessent vor über fünf Jahren bereit, noch bevor die Querelen begannen. Und hat jetzt Nägel mit Köpfen gemacht. Während es zeitweise so aussah, als würde Kirkel zuerst ein Seniorenhaus bekommen, drehen sich nun in Limbach die Betonmischer. Beim ASB herrscht positive Stimmung, es gebe bereits mehrere konkrete Anfragen für Zimmer. Ein besonderes Augenmerk liegt jedoch auf der Großküche. Hier könnte ein kleiner Eigenbetrieb entstehen, der nicht nur Limbach großflächig mit Essen versorgen kann, sondern auch Koch-Lehrlinge ausbildet und etwas Geld in die Kasse spült.