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Wie das BBZ Kirkel den Lockdown überstand

Kulturreihe erfolgreich : Wie das Bildungszentrum in Kirkel den Lockdown überstand

Während sich der Neubau so gut entwickelt, hatte das Bildungszentrum in Kirkel auch am Corona-Lockdown zu knabbern.  Am 16. März musste es den Betrieb einstellen, erinnert Arbeitskammer-Geschäftsführerin Beatrice Zeiger  im Gespräch.

Am 2. Juni habe man wiedereröffnet, als erste Einrichtung dieser Art.

Wie hat sich die vorübergehende Schließung genau ausgewirkt? Acht der 70 eigenen Seminare habe man wegen der Corona-Pandemie abgesagt, auch Veranstalter hätten ihre Buchungen reduziert.  Die Seminaranbieter planten ihr Jahresangebot mit Anmietungen meistens 1,5 Jahre im Voraus, also von Januar bis März fürs Folgejahr.

 „Es war kein prickelndes Jahr“, sagt Ralf Haas, der Leiter des Bildungszentrums. Durch die Schließung habe man auch das komplette Personal zeitweise in Kurzarbeit schicken müssen, so Zeiger. Man habe Leute geringer beschäftigt, weil es weniger Arbeit gegeben habe, das später stückchenweise zurückgeführt. Auf der anderen Seite seien selbst in der Corona-Zeit auch Anmeldungen eingegangen.

Man habe bei den Absagen keine Stornogebühren verlangt, das habe sich gut eingespielt. Auch die Hygienebestimmungen seit der Wiedereröffnung seien schärfer. Wo vorher 20 am Seminar teilnehmen durften, seien es jetzt acht. Man müsse Abstand wahren, die Kapazitäten seien generell verkleinert worden.

Das Bildungszentrum machte im Lockdown noch mit einer besonderen Aktion auf sich aufmerksam, mit der Reihe „Support your local act – Kultur Im BZK”. Im Mai hatte man damit versucht, eine Alternative zu den Kulturveranstaltungen zu schaffen.  Bei der Reihe konnte man via Facebook-Seite und Youtube-Kanal der Arbeitskammer Musiker jeweils für 30 Minuten live verfolgen. Die ersten Aufnahmen fanden dabei in Gaststätten statt, eine zweite Runde dann im BZK auf der Baustelle.

Zeiger: „Wir haben gesagt, wir müssen was für Kulturschaffende machen.“  Dienstags sei die Idee für die Reihe geboren worden, samstags habe der erste Dreh stattgefunden. „Wir brauchten Sondergenehmigungen in den gewählten Spielstätten und die gab es überall. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts konnten wir bestätigen, dass keine Zuschauer zugelassen sind“, beschreibt Zeiger. Gaststätten und Künstler hätten einen Obolus bekommen, „es war eine Win-Win-Situation für Gastwirte und Künstler“. Über 120 000 Klicks habe man gezählt – eine „super-Resonanz“.