Weltreise mit der Zither

Kirkel-Neuhäusel. Ein ganz besonderes Konzert erlebten die Zuhörer in der evangelischen Friedenskirche in Kirkel-Neuhäusel. Unter der Leitung von Stefan Weber nahm das Landes-Zitherorchester Saar das begeisterte Publikum mit auf eine kleine musikalische Weltreise

Kirkel-Neuhäusel. Ein ganz besonderes Konzert erlebten die Zuhörer in der evangelischen Friedenskirche in Kirkel-Neuhäusel. Unter der Leitung von Stefan Weber nahm das Landes-Zitherorchester Saar das begeisterte Publikum mit auf eine kleine musikalische Weltreise. In seiner Begrüßung hatte Pfarrer Florian Geith den Konzertbesuchern nach einer ersten Kostprobe des im vergangenen Jahr gegründeten Ensembles die Vielseitigkeit dieses Instrumentes angekündigt. "Sie werden erleben, was alles in diesem traditionellem Instrument, das viele mit alpenländischer Musik verbinden, drin steckt", betonte Geith.

Und damit lag er nicht verkehrt, denn der besondere Klang der Zither verzauberte die vielen Zuhörer in der Friedenskirche. Etwas mehr als eine Stunde lang präsentierten die Mitglieder des Landes-Zitherorchersters Saar unter ihrem Dirigenten Stefan Weber ein bunt gemischtes Programm, das in den vergangenen 14 Monaten erarbeitet wurde.

Das Orchester habe keinen speziellen Schwerpunkt, sondern versuche, neben alter volkstümlicher Musik auch neue Literatur einzubringen, so Weber. Zu hören waren neben klassischen deutschen Stücken auch Beiträge aus Irland, Schweden, Frankreich, den USA sowie aus Hawaii. Eine wunderbare Ergänzung zu den Zithern stellten Gitarre, Cello und Leier dar.

Irische Suite in fünf Bildern

"Es ist unser erstes öffentliches Benefiz-Konzert", erzählte Hans-Dieter Speicher, Vorsitzender des Landes-Zitherorchesters Saar, der das 16-köpfige, aus verschiedenen Zithervereinen bestehende Ensemble kurz vorstellte.

Nach den drei klassischen Stücken und dem bretonischen "En avant blonde" führte die Reise des Orchester mit einer irischen Suite in fünf Bildern nach Irland und damit zum ersten Mal über das Wasser. Mit ruhigen, fließenden Linien und einer temperamentvollen Steigerung ging es weiter nach Schweden, bevor der große Sprung über den Teich erfolgte. Bei dem Stück "4 you 4 me for all" durfte sogar Dirigent Weber an der Gitarre aktiv mitspielen.

Der beschwingte Titel "Salty Dog Rag" aus den USA ließ so manchen Fuß wippen, ebenfalls das "Hawaiian Medley" mit bekannten Melodien wie "Mapuana", "Beyond the Reef" oder "Hawaiian Aloha". Auf Grund des lang anhaltenden Beifalls am Ende des Konzertes ließ sich das Landes-Zitherorchester Saar noch zu einer Zugabe aus Schweden hinreißen. Die Spenden für das Konzert werden für den barrierefreien Zugang zur Friedenskirche verwendet.