Weißmann-Affäre: CDU Kirkl sieht noch Redebedarf

Gemeinderatssitzung steht bevor : Weißmann-Affäre: Kirkler CDU sieht noch Redebedarf

Die CDU-Fraktion im Kirkeler Gemeinderat hat noch erheblichen Gesprächsbedarf in der Causa Bernd Weißmann. Daher hat die Fraktion einen umfangreichen Fragenkatalog im Vorfeld der Sitzung morgen, 7. November, im Neuen Ratssaal in der Hauptstraße12 als Antrag eingereicht.

Die Antworten will die Fraktion bei der Sitzung diskutieren.

Zur Erinnerung: Der erste ehrenamtliche Beigeordnete Bernd Weißmann (SPD), im Hauptberuf Lehrer, hatte sich als Firma „Metallkreativ“ mit ihm als einzigem Mitarbeiter um den Auftrag der Projektsteuerung von Erweiterungsbauten zweier Ganztagsschulen in der Gemeinde beworben. Auch ein Auftrag in Höhe von 20 000 Euro zur Begutachtung von Schweißnähten, ausgeführt von Mitarbeitern des Gemeinde-Bauhofs, stand im Raum. Wegen dieser Affäre war er im Juli zurückgetreten und hatte seine Mandate im Kirkeler Gemeinderat und dem Altstadter Ortsrat niedergelegt.

Über die Hintergründe dieses Vorgangs hatte die Gemeinde bei der konstituierenden Sitzung des neu-gewählten Rats im August informiert (wir berichteten) – aber in den Augen der CDU „nicht in dem Umfang, der zur Klärung der Sachlage und zur Wiederherstellung des Vertrauens erforderlich ist“, wie Fraktionschef Carsten Baus im Antrag formuliert. Wissen wollen die Christdemokraten neunerlei. Beispielsweise, ob es noch offene Forderungen von Weißmann gegenüber der Gemeinde gibt, ob die Rechnungen geprüft worden sind, ob Weißmann für „Metallkreativ“ Räume oder Flächen der Gemeinde angemietet hatte – und ob diese bezahlt wurden.

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