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Wechsel beim Versorgungsunternehmen in Kirkel

Gemeindewerke Kirkel : Wechsel an der Spitze der Gemeindewerke

Das neue Jahr bringt den Gemeindewerken in Kirkel einen Wechsel. Michael Schneider geht in Ruhestand. Das Ruder übernimmt Marcel Dubois.

Seit dem 1. Januar des neuen Jahres haben die Gemeindewerke Kirkel mit Marcel Dubois einen neuen Geschäftsführer. Nötig gemacht hatte den Wechsel an der Spitze des Unternehmens der Umstand, dass der bisherige Chef Michael Schneider zum Ende des vergangenen Jahres in den Ruhestand gegangen ist. Am Mittwochnachmittag nun gab es rund um diesen Wechsel auch eine würdige und ganz offizielle Verabschiedung von Schneider – in den neu gestalteten Räumen der Gemeindewerke Kirkel.

20 Jahre lang stand Michael Schneider an der Spitze des Energieversorgers – als Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen den Gemeindewerken Kirkel und der Kommunalen Energie-und Wasserversorgung AG (KEW) Neunkirchen. Das Besondere: Schneider hatte dort, wie jetzt auch Marcel Dubois, eine verantwortliche Position, die Geschäftsführung in Kirkel erfolgte in Personalunion. Am Mittwoch erinnerte Uwe Oldenburg, früherer Aufsichtsratsvorsitzender der Gemeindewerke Kirkel, an die Zeit vor 20 Jahren, als es darum ging, den Kirkeler Energie-Versorger in einem liberalisierten Markt auf Kurs zu halten.

„Damals, 1997, 1998, war eine furchtbare Zeit. Der ganze Energieversorgungsmarkt war im Umbruch. Es war plötzlich möglich, dass sich die Leute irgendwoher ihren Strom kaufen konnten.“ Die bis dahin selbstverständliche, ortsnahe Bindung an Gemeinde- oder Stadtwerke habe es so, wie Oldenburg verdeutlichte, nicht mehr gegeben. „Das war vorbei.“ Man habe zu dieser Zeit erkennen müssen, dass man als Gemeindewerke Kirkel viel zu klein war, um sich diesen Herausforderungen zu stellen. „Was hat man nun in einer solchen Situation für Möglichkeiten? Erstens: Man steckt den Kopf in den Sand. Oder als Zweites: Man verkauft das Unternehmen. Dritte Möglichkeit: Man sucht sich einen größeren Partner.“ So sei es dann auch geschehen, die KEW stieg 1998 mit ins Boot. Damit begann auch die Zeit von Michael Schneider als Geschäftsführer der Gemeindewerke Kirkel.

Schneider nutzte seinen offiziellen Abschied am Mittwoch nicht nur zu einem Rückblick auf zwei Jahrzehnte Geschäftsführung, sondern auch zu einigen kurzen Gedanken zur aktuellen und hitzigen Diskussion rund um die Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes. „Was ist da ein sinnvoller Weg für eine Einsparung? Das kann ich gegenwärtig nicht erkennen. Was man da erzählt bekommt, das ist alles sehr diffus. Da wäre mehr Klarheit möglich und sehr sinnvoll. Wo ist die E-Mobilität sinnvoll und wo nicht? Warum kann man auf den Dieselmotor mittelfristig nicht verzichten? Warum ist der Erdagasmotor derzeit einzige sinnvolle Alternative zum Dieselmotor? Warum ist die Brennstofzelle für die Kohlendioxid-Einsparung unverzichtbar?“ Diese Fragen stellte Schneider in den Raum – und überließ den zahlreichen Gästen seiner Verabschiedung die Antworten selbst.

Im persönlichen Rückblick erinnerte Schneider, wie schon zuvor Kirkels Bürgemeister Frank John, an wichtige Wegmarken wie die Übernahme des Gasnetzes, die Neugestaltung der Wasserversorgungsnetzes in der Gemeinde mit einem hohen Maß an Versorgungssicherheit, Stichwort: integriertes Versorgungskonzept, und auch den damit verbundenen Neubau des Wasserwerks in Kirkel-Neuhäusel. Ebenfalls ließ Schneider die Übernahme der Strom- und Wasserversorgung im Industriegebiet Zunderbaum durch die Gemeindewerke Kirkel nicht unerwähnt.

Mit dem Ausscheiden von Thomas Schneider ist es nun am neuen Geschäftsführer Marcel Dubois, die Gemeindewerke Kirkel erfolgreich in die Zukunft zu führen. Dubois, seit dem 1. Januar Vorstand der KEW Neunkirchen, nannte die Zusammenarbeit zwischen seinem Unternehmen und den Gemeindewerken Kirkel ein gutes Projekt, das in der Vergangenheit erfolgreich war „und in der Zukunft sein wird“. Dieser Erfolg liege auch darin begründet, dass Kirkel sich vor 20 Jahren richtig entschieden habe und mit der KEW einen kommunalen Partner gewählt habe.