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Wandrelief besticht durch Farbverläufe

Wandrelief besticht durch Farbverläufe

Was lange währt, wird endlich gut, könnte man über das Projekt der Kunst-AG der Gemeinschaftsschule Limbach sagen. Ziel war, das Wandrelief des 1997 verstorbenen Künstlers Willi Spiess zu schützen. Die Schüler gestalteten die kahle Wand unter dem Kunstwerk.

Im Rahmen der Schulhofgestaltung wurde an der Erweiterten Realschule/Gemeinschaftsschule Kirkel in Limbach während der vergangenen drei Schuljahre mit der Kunst-AG ein anspruchsvolles Großprojekt umgesetzt und im Herbst 2014 fertiggestellt. Unterstützt wurde die Projektgruppe bei ihrem Vorhaben von der Tochter des Künstlers, Sybille Spiess-Deckert.

"Es war ein langer, anstrengender Weg bis zur Fertigstellung", meinte Realschulrektorin Ursula Luckscheiter bei der Präsentation. Dabei sei es das Ziel, das Werk des 1997 gestorbenen Altstadter Künstlers zu schützen. Er hatte 1996 für die Limbacher Schule ein Wandrelief mit dem Titel "Sternenbild" aus Metall und Mosaik angefertigt. Die kahle Wand darunter sollte in dem Projekt ansprechend gestaltet werden. "Vom Entwurf bis hin zur Ausführung des drei mal neun Meter großen Kunstwerkes haben die Schüler der Kunst-AG mit viel Mühe und Fleiß alles entwickelt, tolle Ideen eingebracht, aber sich auch künstlerisch weiter entwickelt", erklärte die Leiterin der AG, Lehrerin Julia Malter.

Man habe schnell gemerkt, dass zwar etwas Neues geschaffen werden sollte, das aber mit dem bereits bestehenden Kunstwerk in Einklang stehen müsste. Die Schüler hätten nicht nur in der AG, sondern auch an vielen Samstagen ihre Freizeit geopfert und viel Zeit investiert, um das Wandrelief zu gestalten, erzählte Malter. Nicht vergessen wolle sie Sybille Spiess-Deckert, die "uns in Theorie und Praxis tatkräftig unterstützt hat".

Entstanden ist ein großformatiges Wandrelief, ebenfalls aus Metall und Mosaik, das durch seine Farbverläufe und fließenden Bewegungen beeindruckt. "Es war für mich ein Erlebnis, mit der Projektgruppe zu arbeiten und das Werk meines Vaters zu schützen", betonte Spiess-Deckert.

Als Schulträger sei der Kreis froh über "eine solch große Eigenleistung", lobte Gerhard Mörsch vom Dezernat Umwelt, Bildung und Bauen beim Saarpfalz-Kreis, die Initiative der Schulleitung und das Engagement der Projektgruppe. Das vorhandene Kunstwerk von Willi Spiess sei aufgewertet worden. Das Werk von Spiess habe jetzt eine ganz andere, eine neue Wertschätzung erfahren, so Mörsch. Darüber hinaus verschönere das Kunstwerk zusammen mit der Naturbühne den Schulhof. Er sprach von "einer gelungenen Sache, in der viel Herzblut drinsteckt".

Limbachs Ortsvorsteher Max Limbacher bezeichnete das Wandrelief als "Symbol für eine lebendige Schule". Wie Schulleiterin Ursula Luckscheiter mitteilte, werden noch zwei Plaketten mit den Namen der beteiligten Schüler der Kunst-AG sowie des Künstlers angebracht.

Gemeinsam mit Sybille Spiess-Deckert appellierte Lehrerin Julia Malter zudem an die Stadt Homburg, das Mosaik von Willi Spiess beim geplanten Abriss des Homburger Hallenbades nicht zu vergessen.