Von Einsatz zu Einsatz sicherer

Die Bilanz fiel richtig positiv aus: Die Altstadter Jugendwehr hatte bei ihrem Berufsfeuerwehrtag viel zu leisten: Mal brannte ein Gartenhäuschen, mal gab's eine Ölspur zu bekämpfen im Lauf der 24-Stunden-Schicht.

Wie sieht der Alltag von Berufsfeuerwehrleuten eigentlich aus? Diese Frage beantworten Wehren gerne ihrem Nachwuchs mit einem so genannten Berufsfeuerwehrtag. Der soll als Übung innerhalb einer 24-Stunden-Schicht ganz unterschiedliche Einsatzszenarien bieten. Am Samstag nun hatte der Löschbezirk Altstadt seinen Berufsfeuerwehrtag für die Jugendwehr. Das bedeutete eine ganz Reihe von spannenden Einsätzen, sowohl am Tag als dann auch in der Nacht.

Mit am spektakulärsten war mit Sicherheit der Löscheinsatz auf dem Gelände des Industriegebiets Zunderbaum nach Einbruch der Dunkelheit. Kirkels stellvertretender Wehrführer Friedrich Keller hatte zusammen mit den Feuerwehrmännern Luca Staut und Lukas Limbach auf einer Freifläche eine kleines "Gartenhaus" aus Altholz und Paletten zusammengebaut. Staut und Limbach setzten das Ding in Brand - und schon ging's nach einer entsprechenden Alarmierung per Funk los für die Altstadter Jugendwehr. Diese stellte sich mit zwei Angriffstrupps den hoch in den Nachthimmel schlagenden Flammen. Ein paar Minuten dauerte es, dann war das Feuer gelöscht.

Ähnlich erfolgreich hatten die Jugendfeuerwehrleute auch alle anderen Einsätze bis dahin absolviert. Und das waren nicht wenige seit Beginn des Berufsfeuerwehrtages. Lena Hornung, die Jugendfeuerwehrbeauftragte des Löschbezirks Altstadt : "Wir hatten bis jetzt einen Pkw-Brand, einen Einsatz aufgrund einer Ölspur, Brand von Unrat und eben das brennende Gartenhäuschen." Dabei, erklärte Hornung, lasse man den Nachwuchs seitens der Betreuer durchaus eigenständig arbeiten, "nur wenn etwas richtig schief läuft, dann greifen wir ein". Bis zum Samstagabend hätten sich die Nachwuchs-Feuerwehrleute des Löschbezirks Altstadt schon gut gemacht. Natürlich, so Hornung, müsse man schon vorab das eine oder andere an Wissen auffrischen.

Aus Sicht von Friedrich Keller biete ein solcher Berufsfeuerwehrtag, ähnlich wie früher entsprechende Zeltlager mit der Jugendwehr, die Möglichkeit, den Nachwuchs kompakter und intensiver auszubilden. "Vieles prägt sich dann besser ein." Bei der Einteilung der Gruppen und dem Zuweisen von Aufgaben orientiere man sich an dem, was auch bei der Berufsfeuerwehr üblich sei. "Und von Einsatz zu Einsatz merkt man bei den jungen Leuten, dass das alles immer sicherer und besser wird. Jenseits der einzelnen Einsätze habe sich die Gruppe der Altstadter Jugendfeuerwehr trotz der Altersunterschiede zwischen acht und fast 16 Jahren sehr ruhig verhalten, beschrieb Lena Hornung den grundsätzlichen Charakter des Berufsfeuerwehrtages. "Das muss man schon sagen."

Nach dem Brand am Zunderbaum sollte für die Jugendlichen noch nicht Schluss sein, das hatte Lena Hornung zumindest mal angedacht. "Vor der Nachtruhe suchen wir vielleicht noch eine vermisste Person. Und möglicherweise gibt es auch noch einen Containerbrand", grinste die Altstadter Jugendfeuerwehrbeauftragte.