Tschernobyl-Kinder wieder zu Gast im Saarland

Kirkel. Seit etwas über einer Woche sind wieder 20 Kinder aus der vom Reaktorunglück in Tschernobyl verseuchten Region Weißrusslands zu Besuch in Kirkel

Kirkel. Seit etwas über einer Woche sind wieder 20 Kinder aus der vom Reaktorunglück in Tschernobyl verseuchten Region Weißrusslands zu Besuch in Kirkel. Organisiert von Inge Jäger vom Arbeitskreis "Hilfe für Kinder aus Tschernobyl", hervorgegangen aus der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) im Saarpfalz-Kreis, soll der mehrwöchige Aufenthalt den Kindern die Möglichkeit geben, sich in einer deutlich gesünderen Umgebung von den alltäglichen und immer noch anhaltenden Belastungen des GAUs (größter anzunehmender Unfall) aus dem Jahr 1986 zu erholen. Seit vielen Jahren helfen die Aktiven des Arbeitskreises nun schon den Kindern aus der Unglücksregion, in diesem Jahr stand lange nicht fest, ob die Hilfsaktion, die jedes Mal fast 15 000 Euro kostet, möglich sein würde. Zu schlecht standen die Finanzen der Organisatoren. Unterstützung kam von einem der Hauptsponsoren des Hilfsprogramms, dem Bexbacher Unternehmen Buchholz Fachinformationsdienst (BFD). Über das sonst übliche Maß hinaus engagierten sich der BFD-Beiratsvorsitzende Dieter Buchholz und sein Sohn Boris, Prokurist des Unternehmens, mit einem deutlich vierstelligen Betrag. Dieser ergänzte wesentlich die anderen Leistungen des Unternehmens, so die Organisation zahlreicher Freizeitangebote für die Kinder aus Weißrussland. Unbenommen von den finanziellen Schwierigkeiten zu Beginn des Jahres, konnten die 20 Kinder und ihre drei Betreuerinnen Antonina Popkowitsch, Tatiana Kochnovitsch und Aksana Romanowskaja schon die erste Woche ihres Aufenthaltes genießen. thw