Tanzende Prinzessin mit Rock-Prinz

Tanzende Prinzessin mit Rock-Prinz

Kirkel. Die Lieblingsfarbe der Prinzessin ist lila - das ist nicht zu übersehen. Denn Nina Hartmanns Kleid leuchtet in diesem Trend-Ton. Und sie selbst leuchtet auch ein bisschen, wohl weil sie sich richtig freut über ihren neuen Job als Prinzessin Nina I. der Kirkeler Burgnarren. Zwölf Jahre ist sie alt, genauso wie ihr Prinz Yoni I., bürgerlich Yoni Göpfrich

Kirkel. Die Lieblingsfarbe der Prinzessin ist lila - das ist nicht zu übersehen. Denn Nina Hartmanns Kleid leuchtet in diesem Trend-Ton. Und sie selbst leuchtet auch ein bisschen, wohl weil sie sich richtig freut über ihren neuen Job als Prinzessin Nina I. der Kirkeler Burgnarren. Zwölf Jahre ist sie alt, genauso wie ihr Prinz Yoni I., bürgerlich Yoni Göpfrich. Der hat sein Amt letztlich der Prinzessin zu verdanken. Heute gehen die beiden zwar auf unterschiedliche Schulen in Homburg und Blieskastel. Doch Nina hat sich an Yoni aus der Parallelklasse in der Kirkeler Grundschule erinnert und ihn gefragt, ob er nicht Prinz werden möchte.Während Yoni I. also eher ein bisschen unverhofft gekürt wurde, war es für Nina ein lange gehegter Traum, der nach guter Planung Wirklichkeit wurde. "Ich wollte das unbedingt werden", sagt sie. Doch die Eltern knüpften ans Amt Bedingungen: Im Zeugnis durfte keines der Hauptfächer mit einer Drei benotet werden - schlechter sowieso nicht. Und als dort dann auch weit und breit kein "befriedigend" zu lesen war. "Da hat sie uns festgenagelt", sagt Mutter Susanne Hartmann-Ruby, die ihre Tochter in die Homburger Redaktion unserer Zeitung begleitet hat. Das war im vergangenen Sommer, nun setzte sie erstmals die Krone auf. In der Fastnacht ist sie dagegen schon lange aktiv als Tänzerin in der Garde. Da wird sie übrigens trotz Amtsinsignien auch in dieser Session zu sehen sein. Auch wenn es da schon ein bisschen knapp werden kann zwischen den Auftritten. Das letzte Mal ging's nur, weil mehrere beim Umziehen halfen. Das Präsentieren, findet sie, passt übrigens gut zu ihren Berufswünschen: Moderatorin und Model.Und sie genießt schon mal den Ruhm, den so ein Prinzessinnen-Amt mit sich bringt. "Es macht Spaß, wenn man von allen erkannt und angesprochen wird." Da ist es vielleicht auch nicht ganz so schlimm, dass für ihre vielen Freizeit-Beschäftigungen, neben dem Gardetanz, Volleyball, Turnen Trampolinspringen, Singen im Schulchor, das Engagement bei der evangelischen Jugend gerade nicht mehr so viel Zeit bleibt. Die große Leidenschaft von Prinz Yoni, der mit seiner Mutter Claudia Göpfrich gekommen ist, gehört der Musik. Gitarre spielt er, Rock, aber auch selbst Geschriebenes. "Rock the Night" (RTN) heißt die Band, in der er spielt. Und wie es klingt, wenn ein Prinz in die Saiten greift, das konnten die Kirkeler Fastnachter bereits bei der Ordensfeier erleben. Das soll nicht das einzige Mal bleiben, denn weitere musikalische Kostproben sollen folgen. Aber auch fürs Herumschrauben am Computer und das Klettern hat Yoni etwas übrig. Und wie ist das jetzt so als Prinz? "Der Hut war gewöhnungsbedürftig, der hat immer so geklingelt", sagt er. Aber inzwischen scheint er für den Job Feuer gefangen zu haben. Zumindest sieht das schon recht professionell aus, als sich Prinzessin und Prinz fürs offizielle Foto zurechtstellen. Aufgeregt, sagen sie beide, sind sie nicht. Und auf was sie sich auch noch freuen: Bei den Abendterminen kann's schon mal später werden - und sie dürfen richtig lange dabei sein.

HintergrundFolgende Termine stehen bei den Kirkeler Burgnarren in der nächsten Zeit an: Am Freitag, 5. Februar, um 20.11 Uhr geht's bei der großen Gala-Prunksitzung in der Burghalle in Kirkel rund, Einlass ist ab 19 Uhr. Am Fetten Donnerstag, 11. Februar, wird ab 16 Uhr, die Burg erstürmt und am Sonntag, 14. Februar, sind ab 14.30 Uhr die Nachwuchs-Fastnachter beim Kinder-Kostümfest in der Burghalle in Kirkel unter dem Motto Space dran, Einlass ist ab 14 Uhr. Am Samstag, 13. Februar, 17 bis 21 Uhr, gibt's eine Fastnachtsdisco für Jugendliche im Alter von zehn bis 15 Jahren im Jochen-Klepper Haus mit Unterstützung der evangelischen Jugend. Die Session schließt am Freitag, 19. Februar, 18 Uhr, mit dem Heringsessen im Café Restaurant im Weihertal. ust

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