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Tafeltour profitiert von der Sonne

Tafeltour profitiert von der Sonne

Kirkel-Neuhäusel

Kirkel-Neuhäusel. Es war eine Rekordwanderung: Nachdem die Kirkeler Tafeltour, ein Mix aus Wandern und Schlemmen, in den beiden zurückliegenden Jahren fast ein Opfer schlechten Wetters geworden war, konnte Otwin Wentz, Vorsitzender des ausrichtenden Heimat- und Verkehrsvereins, am Sonntag bei strahlendem Vorsommerwetter außergewöhnlich viele Mitwanderer am Startpunkt, dem Parkplatz des Naturfreundehauses, begrüßen. Auch wenn eine definitive Zahl von Teilnehmern vor Ort nicht feststellbar war: Die Indikatoren für eine Rekordbeteiligung waren gegeben. Wentz sagte mit Blick auf die Buchungen bei den teilnehmenden, gastronomischen Betrieben: "Ressmanns Residenz ist mit 58 schlemmenden Wanderern ausgebucht. Und auch bei den anderen Restaurants, so am Caravanplatz, sind die Teilnehmerzahlen sehr hoch." Vor dem Abstecher in Kirkels Gastronomie stand allerdings eine nicht minder anziehende Wanderung durch den Kirkeler Wald an. Auf dem Premiumwanderweg der Gemeinde, der Tafeltour, galt es, die Sehenswürdigkeiten der Strecke per pedes zu erkunden, darunter auch den Frauenbrunnen, die Wasserfelsen, den geologischen Lehrpfad und einige markante Punkte am Wegesrand mehr. Verantwortlich für das Lotsen der Wanderfreunde durch den Kirkeler Wald waren die Wanderführer Horst Hautz und Werner Gebhardt. "Die Leute erwartet heute eine wirklich schöne Wanderung", sagten die beiden Ortskundigen vor Beginn der Tour. Otwin Wentz zeigte sich sehr angetan vom großen Zuspruch. "Es freut uns sehr, dass sich so viele angemeldet haben und damit unserer Idee, das Wandern und unser sehr gutes kulinarisches Angebot in der Gemeinde zu verbinden, folgen." Beachtenswertes Detail am Sonntag: Sehr viele junge Wanderer beteiligten sich an der Tafeltour. "Wandern liegt voll im Trend. Früher hat man gesagt, Wandern sei etwas für alte Leute. Das stimmt so nicht. Zwar gehen diese jungen Leute nicht in Vereine wie in den Pfälzerwald-Verein, sind aber trotzdem sehr aktiv. Diese Klientel will frei wandern, ist an besonderen Veranstaltungen orientiert." Mit dem Premiumwanderweg führt Kirkel, neben der Burg und attraktiven Veranstaltungen in Limbach und Altstadt, ein Schwergewicht mit ins Ringen um touristische Besucher. Lange war es auch deswegen angedacht, einen zweiten Premiumwanderweg anzulegen. Hier schätzte Otwin Wentz gegenwärtig die Chancen aber auf bestenfalls 50 Prozent Erfolgsmöglichkeit ein. "Das hängt mit dem Biospährenreservat Bliesgau zusammen. Der angedachte Weg liegt in der Kernzone der Biosphäre. Und sowohl das Umweltministerium als auch der Zweckverband Biosphärenreservat Bliesgau sind skeptisch, wenn es um das Anlegen neuer Wege geht." "Die jungen Leute wollen frei wandern. Sie sind an besonderen Veranstaltun-gen orientiert."Otwin Wentz