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Spatenstich fürs erste Seniorendorf

Spatenstich fürs erste Seniorendorf

Das Konzept ist bundesweit wohl einzigartig: Im Kirkeler Ortsteil Neuhäusel soll bis Ostern 2018 ein Seniorendorf fertiggestellt werden. Besonders ist auch die Idee des „Service-Wohnen“. Soll heißen Bewohner können zusätzlich Leistungen des ASB buchen.

"Wir wollen eine Heimat für Menschen schaffen, die noch am Leben in der Gemeinde Kirkel teilnehmen wollen." Mit diesem Satz fasste Bernhard Roth, Landesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), am Freitag das zusammen, was das geplante Seniorendorf aus Sicht seiner Organisation auszeichnen soll. "Der Satz ‚gemeinsam statt einsam' ist viel strapaziert. Aber hier in unserem Seniorendorf wird das möglich sein."

Für dieses Seniorendorf gab es, nach langen Jahren der Planungen und Umplanungen, am Freitag den offiziellen Spatenstich - nachdem in den vergangenen Wochen am Marktplatz an der Wielandstraße mit dem Abriss des früheren Wasgau-Marktes Platz für die Einrichtung geschaffen wurde (wir berichteten). Roth ging auf die lange Historie des Projektes ein, nannte mit einer Summe von rund acht Millionen Euro auch das Investitionsvolumen, das der ASB selbst trägt.

Für dieses Geld sollen bis Ostern 2018 insgesamt 34 Wohnungen, eine Pflegewohngemeinschaft mit sechs Plätzen und, für pflegebedürftige Bewohner, zusätzlich eine Tagespflege mit zehn Plätzen entstehen. Das Besondere: Bewohner können unterschiedliche Leistungen des ASB "hinzu buchen" - der Begriff dafür ist "Service-Wohnen." Zusätzlich gebe es, so Roth, eine multifunktionale Cafeteria, die von den Bewohnern und ihren Angehörigen genutzt werden könne. Gestaltet sei dies im Charakter eines Dorfes, weitläufig und auch mit innen liegenden Gartenzonen.

Ebenso wie Roth wies auch Guido Jost, der Landesvorsitzende des ASB, auf den hohen energetischen Standard des geplanten Baus hin. "Die gesamte Wohnanlage wird den höchsten Energiestandard erfüllen und damit durch modernste Technik - wie Fotovoltaik, Sonnenkollektoren und modernste Gas-Brennwert-Technik mit Wärmerückgewinnung - sogar noch Energie selbst erwirtschaften."

Für Jost nicht weniger wichtig: Mit dem neuen Seniorendorf biete der ASB nun in Kombination mit dem Seniorenheim in Limbach ein integriertes Model, vom Service-Wohnen in Kirkel-Neuhäusel bis hin zur stationären Pflege im Nachbarort. Jost: "Dieses durchgängige System will dazu beitragen, dass man zum einen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben kann, unterstützt von Dienstleistungen des ASB." Kirkels Bürgermeister Frank John , er ist auch im ASB-Landesvorstand und Vorsitzender des ASB-Ortsverbandes Saarpfalz, zeigte sich erwartungsgemäß erfreut darüber, dass man mit dem Spatenstich am Freitag einen weiteren, wichtigen Schritt hin zur Verwirklichung dieses im Bundesgebiet noch recht einzigartigen Konzeptes habe gehen können. Er sei sich sicher, so John, dass sich das neue Seniorendorf nach seiner Fertigstellung genauso gut in den Ort einfügen werde, wie dies dem ASB-Seniorenheim in Limbach gelungen sei. Auch sei er als Bürgermeister stolz darauf, "dass der ASB solch ein Projekt in Kirkel-Neuhäusel verwirklicht."