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Siebenpfeiffer-Führungen laufen wieder an in Homburg

Frau Wirth hat Corona überstanden : Siebenpfeiffer-Führungen laufen wieder an

Erstmals für dieses Jahr lädt die Siebenpfeiffer-Stiftung am Donnerstag, 17. September, wieder zu einer Führung mit „Regina Wirth“ ein. Nachdem sämtliche für dieses Jahr angesetzten historischen Exkursionen dieser Art coronabedingt abgesagt wurden, wird nun unter Einschränkungen der „Neustart“ versucht.

So können maximal zehn Personen an der Tour teilnehmen, das Tragen einer Nasenmundschutzmaske ist erforderlich.

Auch eine Anmeldung bei der Geschäftsstelle der Siebenpfeiffer-Stiftung im Homburger Landratsamt, Tel. (0 68 41) 104 84 09 bzw. Mail ute.klosendorf@saarpfalz-kreis.de ist nötig.

Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos, Ausgangspunkt ist „Glockenschlag sechs Uhr“ das Außengelände des Siebenpfeiffer-Hauses, Kirchenstraße 8 (gegenüber der protestantischen Stadtkirche). Die Begehung dauert etwa anderthalb Stunden. Stationen des Rundgangs sind jene Stationen, an denen zu Beginn der 1830er-Jahre in Homburg ein wichtiges Kapitel deutscher Geschichte geschrieben wurde. „Das Homburger Völkchen ist äußerst liberal“, schrieb Georg Fein, der als Redakteur bei Wirths Zeitung „Deutschen Tribüne“ in Homburg arbeitete, 1832 in einem Brief an seine Mutter, und Feins Feststellung ist auch das Motto der Veranstaltung. Angesteuert werden etwa das Terrain, auf dem sich einst Siebenpfeiffers Wohnung und auch das „königlich-bayerische Landcommissariat“ befanden, die Druckerpresse, auf der Wirths Zeitung „Deutsche Tribüne“ zeitweise gedruckt wurde, das Gasthaus Cappel, in dem das erste jener zahlreichen „Festbankette“ stattfand, die ihren Höhepunkt im Hambacher Fest fanden, das Gebäude, in dem Wirth arbeitete und mit seiner Familie lebte, und schließlich auch der Freiheitsbrunnen am Rondell. Die Tour zu diesen und weiteren einschlägigen Schauplätzen der Ereignisse um Siebenpfeiffer und Wirth wird kein gewöhnlicher Rundgang durch die Innenstadt.

Vielmehr erwartet die Teilnehmer eine inszenierte Kostümführung; Monika Link aus Zweibrücken lässt dabei als Ehefrau von Johann Georg August Wirth in zeitgenössischer Bekleidung Revue passieren, was sie in ihrer stürmischen Homburger Zeit zwischen 1832 und 1834 so alles erlebt hat. Ihr streitbarer Gatte war unterdessen die meiste Zeit in Zweibrücken im Gefängnis eingesperrt.