Sicherer Untergrund großes Plus

Nach dem der Umzug von Schwarzenacker an den Zunderbaum abgeschlossen ist, stellte Saro-Chef Reinhold Nesselberger die neuen Räume seines Unternehmens vor. Die Firma war die erste, die sich in dem Gewerbegebiet angesiedelt hatte.

Reinhold Nesselberger war mit seiner Rohrhandel-Gesellschaft Saro der Erste, der sich nach dem Abzug der Bundeswehr auf dem Gelände des früheren Depots Zunderbaum ansiedelte. Heute ist dies ein komplett erschlossenes und zum Teil auch schon besiedeltes Industriegebiet. Bislang war der Standort dort, der auf Altstadter Gebiet liegt, vor allem Lagerfläche, die eigentliche Firmenzentrale blieb in Schwarzenacker. Nun hat Nesselberger Nägel mit Köpfen gemacht und seinen Firmensitz komplett auf den Zunderbaum verlegt. Am Mittwochabend stellte der Unternehmer, der auch Ortsvorsteher von Wörschweiler ist, die neuen Räume vor. Unter den Gästen war der Staatssekretär im saarländischen Wirtschaftsministerium, Jürgen Barke .

Am Rande des eher zwanglosen Termins gab Nesselberger einige Einblicke in den nun fast vollständig vollzogenen Umzug von Schwarzenacker nach Altstadt und machte auch deutlich, dass sich das Unternehmen Saro seit seiner Gründung 1986 von einem reinen Handelsunternehmen zu einem Dienstleister in vielen Bereichen rund um ganz unterschiedliche Rohrleitungs-Systeme entwickelt habe.

Mit einem Investitionsvolumen von mehr als zwei Millionen Euro hat sich das Unternehmen nun auch infrastrukturell für die Zukunft aufgestellt. Die Entscheidung für Altstadt als neuen Unternehmensstandort sei folgerichtig gewesen. So habe es in Homburg keine Liegenschaft gegeben, die vergleichbar gute Bedingungen geboten habe, wie es nun auf dem Kirkeler Teil des Industriegebiets Zunderbaum der Fall sei. Dies liege, schilderte Nesselberger, vor allem an der ursprünglichen Nutzung dieses Bereichs des früheren Depots als Stellplatz für schwere Panzerfahrzeuge. "Diese Fläche ist deswegen ideal. Denn wenn hier schwere Lkw mit einer Ladung von 25-Meter-Rohren anfahren, dann braucht man schon einen entsprechend sicheren Untergrund." Ein Gelände mit solchen Voraussetzungen finde er in ganz Homburg nicht. Und noch einen Vorteil sieht Nesselberger am neuen Standort: "Mit einer kleineren Gemeinde wie Kirkel kann man viel besser arbeiten, als mit dem riesigen Verwaltungsapparat der Stadt Homburg."

Staatssekretär Jürgen Barke , der sich in der Vergangenheit immer wieder um eine erfolgreiche Erschließung des Industriegebiets Zunderbaum bemüht hat, sah in der aktuellen Entwicklung der Saro mit dem neuen Standort, aber vor allem mit der Erweiterung des Portfolios in Richtung Dienstleistung, die Weichen für die Zukunft richtig gestellt. "Das ist das, was die Zukunft braucht. Wenn es einen Bereich gibt, in dem es noch großes Wachstumspotenzial gibt, dann ist es der der industrienahen Dienstleistung."

Doch am Mittwochabend gab es nicht nur gegenseitiges Schulterklopfen. So sprach Nesselberger auch Abstimmungsprobleme zwischen seinem Unternehmen und der landeseigenen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Saar (GW Saar), der Entwicklerin des Zunderbaums, an. Barke kannte diese Diskussion aus Sicht der GW Saar, kündigte Abstimmungen an, "wir lösen diese Detailprobleme".