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Seit 25 Jahren Software aus der Region

Seit 25 Jahren Software aus der Region

Die Firma Infosys Kommunal ist Spezialist für Software-Anwendungen im Bereich der öffentlichen Verwaltung. Der Geschäftsführer wünscht sich, dass die Informationstechnologie in der Zukunft mehr Gewicht gewinnt.

Eine Firmengeschichte von 25 Jahren wirkt auf den ersten Blick nicht wie eine echte Ewigkeit. Wenn man sich als Unternehmen allerdings im Bereich der Informationstechnologie bewegt, dann ist ein Vierteljahrhundert richtig, richtig viel Zeit. Und so feierte Infosys Kommunal, Spezialist für Software-Anwendungen im Bereich der öffentlichen Verwaltung, gestern mit einigem Stolz die Firmengründung im Jahr 1990. Gründer war Martin Hoßfeld, der den Schritt in die Selbstständigkeit einer Karriere in einem damals großen IT-Unternehmen vorzog, aus dem beruflichen Angestellten-Exil in England zurück in die Heimat kam und am ersten Standort Bruchhof, im Haus der Familie, Infosys aus der Taufe hob. Der Geschäftszweck: Hard- und Software im Bündel zu verkaufen, gepaart mit eigener Softwareentwicklung . "Drei Jahre später ist das Unternehmen dann nach Waldmohr umgezogen", schilderte Jan Hoßfeld, Sohn des Firmengründers und heute Geschäftsführer des Unternehmens, am Rande der Feier die Anfänge. "Wir sind am neuen Standort dann schnell in Kontakt mit den umliegenden, pfälzischen Verbandsgemeinde gekommen. Und die haben dann den Wunsch geäußert, dass wir auch für Verwaltungen entsprechende Softwarelösungen für den Bereich der Sozialämter anbieten." Aus diesen Anfängen mit sehr spezifisch ausgerichteten Programmen sei dann die Software "Care" entstanden, "also unser eigentliches Hauptprodukt. Mit der Version von Care 3 konnten wir dann zum ersten Mal auch Kreise in das System einbinden, so gehört der Saarpfalz-Kreis heute zu unsern Kunden".

1999 sei man dann von Waldmohr nach Limbach gezogen, in einen eigens gestalteten Neubau und mit dem kompletten Leistungsangebot, sprich Hardware und Software . Ersteres gehöre, so Hoßfeld, seit 2007 nicht mehr zum Portfolio von Infosys, "da wurde diese Abteilung dicht gemacht". Zuletzt wurden auch die Räume, die früher dem Verkauf und dem Bau von Hardware vorbehalten waren, neu gestaltet. Verschwunden sind Werkbänke, klassisches Empfangssekretariat und Verkaufsraum.

Mit Blick in die Zukunft äußerte Jan Hoßfeld vor allem den Wunsch, dass in Deutschland die Rahmenbedingungen im Bereich der Informationstechnologie in der Zukunft mehr Gewicht gewinnen. "Ich sehe in Deutschland viel Know How. Aber Internet und Digitales als Infrastruktur rund um dieses Wissen führen hier schon noch ein Schattendasein. Hier fehlt mir bei den Verantwortlichen der Mut zur Investition und das Verständnis, das als Chance zu begreifen."