Schüler lernen Berufe kennen in der Gemeinschaftsschule in Limbach

Orientierungstag in der Gemeinschaftsschule in Limbach : Schüler schnupperten in Berufe hinein

Mehrere Unternehmen waren beim Orientierungstag der Gemeinschaftschule in Limbach dabei.

Für jeden Schüler kommt die Zeit, in der man sich konkrete Vorstellungen über seinen künftigen Berufsweg machen muss. Ergibt es eher Sinn, schulisch den nächsten Schritt zu gehen oder vielleicht eine Ausbildung in Angriff zu nehmen? Bei der Gemeinschaftsschule in Limbach gab es daher am Mittwoch einen Orientierungstag. Den Organisatoren gelang es dabei, Firmen aus verschiedenen Bereichen zu gewinnen. Daher fanden die Schüler ein breit gefächertes Angebot vor.

Markus Bohl ist an der Gemeinschaftsschule Lehrer und Verantwortlicher für den Berufs-Orientierungstag. „Wir konnten dieses Mal neue Firmen hinzugewinnen. Dabei sind: Festo, Ina, Arbeiterwohlfahrt, Bundeswehr, Möbel Martin, Berliner Luft, Tierarzt Dr. Meth, Uniklinik im Ausbildungszentrum und die Homburger Bedachungs GmbH.“ Die Awo stellte dabei die neue Art der Pflege vor. Es gehe um die Umstrukturierung des Berufs, neue finanzielle Möglichkeiten, die Ausbildung und den Verdienst. Die Berliner Luft aus Bexbach kennt kaum noch jemand. Es ist ein Unternehmen aus dem Bereich Klima- und Kältetechnik, berichtete Bohl. Und bei der Bundeswehr werde auch das Augenmerk auf die zivile Ausbildung gelenkt.

Der Berufsbasar wurde in den normalen Schulbetrieb integriert. „Mit den neu dazugewonnenen Firmen ist auch so ziemlich das Maximum für die Schule erreicht – rein von der Organisation her und der Klassenzimmeraufteilung. Es gibt überwiegend Vorträge, die teilweise mit praktischen Elementen verbunden werden“, so Bohl. Er dachte dabei unter anderem an das Anlegen eines Verbandes oder auch Blutdruckmessen. Das schlechte Wetter spielte keine Rolle, da sich sämtliche Firmen im Inneren des Schulgebäudes präsentierten. Jeder Schüler erhielt am Ende des Tages die Möglichkeit, die Vorträge anhand eines Reflexionsbogens Revue passieren zu lassen.

Neben persönlichen Gesprächen zwischen Schülern und Lehrern bezüglich des Berufswunsches finden in Limbach auch Besuche des Berufsinformationszentrums statt. Im Anschluss an Klasse neun gibt es über die IHK das Anschlussdirektprojekt. Einer der Schüler, die sich umschauten, war Maurice Schnatz aus der Klasse 9a. „Ich will mein Abitur machen. Dann versuche ich, Informatik zu studieren. Es soll in die Schiene Medien hineingehen. Ich interessiere mich auch für ein Praktikum im Bereich Handwerk oder Medizin. Von daher schaue ich mir heute alles ganz genau an“, meinte der 15-Jährige.

Ein Unternehmen, das seine Ausbildungsmöglichkeiten vorstellte, war Ina- Schaeffler. Linda Kreiser ist Personalsachbearbeiterin und in Sachen Ausbildung zuständig. „Wir bieten eine Unternehmungspräsentation an und stellen die Ausbildungsberufe vor. Zwei Auszubildende stehen in allen wichtigen Punkten Rede und Antwort.“ Für die technische Ausbildungsschiene könne man sich bereits mit dem Hauptschulabschluss bewerben. Und Carolin Bollow von „Alwis“, dem Mitorganisator des Berufs-Orientierungstages, ergänzte: „Das Angebot ist hier breit gefächert, von daher ist es ein sehr wichtiger Tag“. Es gehe darum, die Verzahnung zwischen Schule und Wirtschaft zu stärken.

Die Tierarztpraxis Dr. Meth wurde durch den tiermedizinischen Fachangestellten Janne Bach vertreten. „Ich hatte schon immer überlegt, mit Tieren etwas beruflich zu machen. Die Arbeit macht viel Spaß und ist sehr vielseitig. Wir sind ein tolles Team“, erklärte Bach. Das Mitbringen der Hunde lockere die Atmosphäre auf, die Kinder seien dadurch entspannter, unter ihnen Schülerin Lara Bommes. Die 16-Jährige strebt nach einigen Praktika auch eine Ausbildung in dieser Tierarztpraxis an. „Es ist toll, Tieren helfen zu können. Ich bin bereits mit Tieren groß geworden“, erzählte sie.

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