Polizei lobt Disziplin am Steuer

Homburg/Bexbach/Kirkel. Er lässt nicht locker in diesem Jahr, der Winter. Was früher normal war Ende Januar, fällt heute auf: Nennenswerter Schneefall, der ab Sonntagnachmittag die Region wieder in Weiß getaucht hat. Gestern Morgen jedenfalls war erstmal Schneeschippen angesagt, ehe es in den Berufsverkehr ging

Homburg/Bexbach/Kirkel. Er lässt nicht locker in diesem Jahr, der Winter. Was früher normal war Ende Januar, fällt heute auf: Nennenswerter Schneefall, der ab Sonntagnachmittag die Region wieder in Weiß getaucht hat. Gestern Morgen jedenfalls war erstmal Schneeschippen angesagt, ehe es in den Berufsverkehr ging. Dort blieb der erneute Wintereinbruch allerdings ohne nennenswerte Folgen, wie Esta Kohl, Sprecherin der Polizei-Bezirksinspektion in Homburg, gestern auf Anfrage bestätigte: "Es gab lediglich vier Verkehrsunfälle in der Region - und es blieb bei Sachschäden, verletzt wurde niemand." Auch Straßensperrungen waren nicht nötig. Laut Kohl haben sich die Autofahrer auf die winterliche Witterung eingestellt. "Was man so beobachtet, verhalten sich die Verkehrsteilnehmer sehr diszipliniert und fahren der Witterung angepasst", lobte die Polizeisprecherin."Keine negativen Auswirkungen" hat auch Thomas Quirin, der Leiter des Homburger Baubetriebshofs, festgestellt. "Wir haben rechtzeitig angefangen mit dem Einsatz gegen Schnee und Eis, waren Montag ab vier Uhr mit 20 Mann im Einsatz. Ab fünf Uhr kamen weitere 25 Leute dazu, die sich um die Gehwege gekümmert haben", erläuterte Quirin. Von Vorteil sei gewesen, dass "es relativ mild ist, der Untergrund also nicht hart gefroren ist." In Sachen Streusalz, das knapp zu werden droht (wir berichteten), hat sich die Situation nicht entspannt. "Da sieht's schlecht aus. Ad hoc ist bei keinem Lieferanten Salz zu bekommen. Wir haben noch Reserven, aber die gehen natürlich langsam zur Neige", kündigte der Baubetriebshof-Leiter gestern im Gespräch mit der SZ an. Rund 100 Tonnen Salz habe man noch, "das könnte noch für zwei, drei Einsätze reichen." Wenns's kein Salz mehr gibt, werde man laut Quirin auf Splitt ausweichen. "Davon haben wir genug, Splitt ist auch effektiv zur Glätte-Bekämpfung, erfordert allerdings einen höheren Arbeitsaufwand."Auch im Bereich Bexbach sei alles normal gelaufen, so Georg Zintel vom zuständigen Fachbereich gestern. "Es ging relativ zügig, wenn man auch bedenken sollte, dass es bei so einer extremen Witterung, wie Sonntag, auch mal eine halbe Stunde länger dauern kann, bis der Winterdienst kommt." Zintel sprach von 15 bis 20 Zentimeter Neuschnee am oberen Höcherberg: "Alle Hauptstraßen und Busstrecken waren gestern Vormittag geräumt." Wichtig sei ihm, dass die Bürger den Schnee nicht in die Straßenrinne schippen, sondern am Rand des Bürgersteiges auftürmen. 50 bis 60 Tonnen Streusalz sind noch vorhanden, "wir haben für diese Woche 100 Tonnen geordert und gehen davon aus, dass die auch kommen", so Zintel. Der erneute Wintereinbruch hat auch die Gemeinde Kirkel nicht vor unlösbare Probleme gestellt. "Mit dem Winterdienst ist alles normal gelaufen", sagte Engelbert Krause, Leiter des Kirkeler Baubetriebshofs, gestern auf Anfrage. Man habe allerdings den Streudienst zurückgefahren und auf Hauptstraßen und neuralgische Punkte beschränkt. Der Grund ist die Streusalzmenge. "Wir beziehen unser Streusalz ausschließlich aus Frankreich, dort wird weiter gestreikt. Für Donnerstag/Freitag wurden uns insgesamt 52 Tonnen zugesagt, aber auch diese Lieferung wurde dann wieder kurzfristig abgesagt", so Krause. Zurzeit liegt der Tagesverbrauch in Kirkel bei rund 6,5 Tonnen. "40 Tonnen haben wir noch."

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