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Plädoyer für soziale Gerechtigkeit

Plädoyer für soziale Gerechtigkeit

Kirkel. Ohne Gegenstimme hat die Kreiskonferenz des Sozialverbandes VdK dieser Tage eine Resolution verabschiedet, in der sich die angeschlossenen Ortsverbände gegen den aus ihrer Sicht stattfindenden Sozialabbau und für soziale Gerechtigkeit aussprechen

Kirkel. Ohne Gegenstimme hat die Kreiskonferenz des Sozialverbandes VdK dieser Tage eine Resolution verabschiedet, in der sich die angeschlossenen Ortsverbände gegen den aus ihrer Sicht stattfindenden Sozialabbau und für soziale Gerechtigkeit aussprechen. Die Tagung im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel stand auch deswegen ganz im Zeichen der Kritik des Verbandes an aktuellen sozialpolitischen Maßnahmen, gleichwohl auch die Vorstellung einer neuen VdK-Service-Stelle in Saarbrücken ihren Platz fand. Unter Vorsitz von Peter Rothgerber fanden Landesvertreter des VdK Saarland, so der Landesvorsitzende Armin Lang oder auch der VdK Geschäftsführer im Saarland, Hans Bernhard Kraß, deutliche Worte, die sich auch inhaltlich in der eigentlichen Resolution wiederfanden. Im Zentrum des eineinhalbseitigen Papiers: Die Reform der Bezüge von Arbeitslosengeld II-Empfängern und Kritik an einer aus Sicht des VdK falschen Verantwortlichkeitszuweisung rund um die Finanz- und Wirtschaftskrise der zurückliegenden zwei Jahre. "Die Bundesregierung will die verantwortliche Finanzindustrie so gut wie ungeschoren davon kommen lassen, stattdessen sollen Familien, Rentner, Kranke und Arbeitslose die Zeche zahlen", so der Vorstand des VdK-Kreisverbands in seiner Resolution. Auch mit Blick auf die Neuregelungen zu Hartz IV findet das Papier deutliche Worte: "Arbeitslosengeld II-Empfängern wird die ohnehin niedrige rentenrechtliche Absicherung komplett gestrichen. Altersarmut ist für diesen Personenkreis programmiert." Und weiter: "Langzeitarbeitslosen wird das Elterngeld gestrichen. Dies betrifft vor allem Alleinerziehende, die heute schon jeden Cent zwei Mal umdrehen müssen." Damit sei, so der VdK im Saarpfalz-Kreis, "die Grenze des Erträglichen erreicht." Die "Streichorgien" seien ungerecht, weil sie aus Sicht des VdK diejenigen träfen, die sich nicht wehren könnten. Die Forderung des Sozialverbandes: Rücknahme der angekündigten Streichungen, ein Ende der Diskussion um die Rentengarantie und die Inanspruchnahme der Finanzwirtschaft für den entstandenen Schaden. "Die Ärmsten im Saarpfalz-Kreis dürfen nicht darunter leiden, dass gierige Finanzspekulanten unser Finanzsystem an den Rand des Zusammenbruchs gebracht haben." Armin Lang nutzte die Kreiskonferenz des VdK Saarpfalz auch dazu, die aktuelle Kampagne des Verbandes "Gemeinsam gegen den Sozialabbau" vorzustellen und die Mitglieder des Vereins auf Ortsebene dazu aufzufordern, sich aktiv an dieser bundesweiten Protestaktion zu beteiligen. "Die Grenze des Erträglichen ist erreicht."VdK im Saarpfalz-Kreis