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Patrick Ulrich bleibt Ortsvorsteher

Patrick Ulrich bleibt Ortsvorsteher

Keine Überraschung gab es gestern Abend im Kirkeler Ortsrat: Die Ratsmitglieder wählten erneut Patrick Ulrich zum Ortsvorsteher. Als einziger Kandidat war der bisherige Amtsinhaber ins Rennen gegangen. Die SPD stellt auch die Stellvertreterin.

Als letzter im Reigen der drei Kirkeler Gemeindebezirke hat sich gestern Abend der Ortsrat Kirkel-Neuhäusel in seiner ersten Sitzung konstituiert. Anders als in Limbach und Altstadt gestalten sich im größten Kirkeler Ortsteil die Mehrheitsverhältnisse auf dem Papier durchaus knapp: SPD und CDU haben jeweils fünf Sitze, Zünglein an der Waage ist die Linke mit einem Sitz. Allerdings fehlte gestern Abend ein Mitglied der CDU-Fraktion entschuldigt.

Doch trotz der grundsätzlich knappen Stimmverteilung blieb die Wahl des neuen Ortsvorstehers eine Angelegenheit ohne Brisanz. Als einziger Kandidat ging der bisherige Amtsinhaber Patrick Ulrich ins Rennen , die CDU verzichtete auf einen eigenen Vorschlag. Andreas Kondziela von der CDU begründete dies so: "In den vergangenen drei Jahren hat das hier im Ortsrat mit der parteiübergreifenden Zusammenarbeit ja ganz gut geklappt. Wir haben viel für Kirkel-Neuhäusel herausgeholt. Das sollten wir weiterverfolgen, und das geht am besten mit Geschlossenheit." Die schlug sich dann auch im Wahlergebnis für Ulrich nieder: Er erhielt neun Ja-Stimmen bei einem ungültigem Votum. Weniger einvernehmlich sah es wenig später bei der Wahl von Patrick Ulrichs Stellvertreter aus. Hier schickte die CDU den bisherigen "zweiten Mann" Andreas Kondziela ins Rennen , gegen ihn kandidierte Sabine Schild von der SPD . Sie konnte am Ende die Wahl für sich entscheiden, auf sie kamen sechs Ja-Stimmen, auf Andreas Kondziela vier.

Nach der Wahl skizzierte der alte und neue Ortsvorsteher Patrick Ulrich die anstehenden Aufgaben in Kirkel-Neuhäusel. "Als nächstes steht die Umgestaltung des Marktplatzes an. Hier geht es darum, diesen zum einen freundlicher zu gestalten, zum anderen soll er weiterhin vielseitig nutzbar sein, so für Vereine oder auch unsere Kirmes." Mit dieser Neugestaltung steht auch die Entwicklung der neuen Dorfmitte von Kirkel-Neuhäusel in direkter Verbindung, soll doch der Wasgau-Markt vom Marktplatz ans neue Dorfzentrum an der Goethestraße ziehen (wir berichteten mehrfach). Patrick Ulrich: "Hier wäre es schön, wenn wir im Zuge dieses Ortswechsel einen Interessenten finden, der in der neuen Dorfmitte vielleicht ein Seniorenheim errichtet." Ein Dauerthema in der gesamten Gemeinde und damit auch in Kirkel-Neuhäusel ist die Verkehrsinfrastruktur. "Hier steht die Sanierung der Eisenbahnstraße an. Und die Parkplätze im Bereich der Sportstätten müssen verbessert werden", so Ulrich im Gespräch mit unserer Zeitung. Ein wichtiges Thema für die kommenden fünf Jahre wird auch die Zukunft der Feste im Ort sein, gerade nachdem der Wurstmarkt als Veranstaltungshöhepunkt im Jahr aufgegeben wurde. Ulrichs Ansage: "Wenn die Kirkeler hier im Ort weiterhin attraktive Feste haben wollen, dann müssen sie sich mehr einbringen." Dies gelte sowohl für Vereine als Teil von Fest-Organisationen als auch für die Bürger als Gäste.