Ölalarm in der Kläranlage in Limbach

Verunreinigung : Ölalarm in der Kläranlage Limbach

Einem Mitarbeiter der Kläranlage war es zu verdanken, dass der Schaden nicht noch größer wurde, denn er hatte den Geruch von Heizöl oder Diesel wahrgenommen und daraufhin die Einsatzkräfte alarmiert.

Öl in einer Kläranlage ist ein ziemlich ernster Betriebsunfall, denn das Öl verklebt nicht nur Becken und Leitungen, sondern zerstört auch die für eine Kläranlage elementar wichtigen Mikroorganismen. Passiert ist ein solcher Unfall am Samstagvormittag, 8. Juni, wie die Feuerwehr Kirkel berichtet. Gegen 10.45 Uhr wurden die Löschbezirke Limbach und Kirkel-Neuhäusel mit dem Einsatzstichwort „Schadstoff/Öl auf Gewässer“ alarmiert und rückten aus.

Einem Mitarbeiter der Kläranlage war es zu verdanken, dass der Schaden nicht noch größer wurde, denn er hatte im Rahmen einer Routinetätigkeit zufällig den Geruch von Heizöl oder Diesel wahrgenommen und daraufhin die Einsatzkräfte alarmiert. Durch das sofortige Abschiebern der Kläranlage konnte das kontaminierte Wasser zunächst im Kanalsystem aufgestaut werden. Durch die frühzeitige Feststellung der Verunreinigung war es möglich, den Einlauf in die Kläranlage und somit zum Glück das Zerstören der dort zur Abwasserreinigung eingesetzten Mikroorganismen zu verhindern. Nach den ersten Erkundungsmaßnahmen auf dem Gelände der Kläranlage am Ortsausgang von Limbach, wurde festgestellt, dass der Zulauf aus dem öffentlichen Abwassernetz der angeschlossenen Gemeinden Kirkel oder Bexbach stammte, so die Feuerwehr weiter. Gemeinsam mit Mitarbeitern der Gemeinde Kirkel wurden diverse Kanalschächte in Limbach und Altstadt überprüft. Hierbei wurde festgestellt, dass die Verunreinigung aus dem Bereich Niederbexbach kam. In enger Abstimmung mit der Feuerwehr Bexbach konnte letztlich ein Anwesen in der Niederbexbacher Schmelzstraße ausgemacht werden, von wo aus Heizöl in das Kanalsystem einsickerte. Ob dies unabsichtlich oder vorsätzlich geschah - darüber gab die Wehr keine Auskunft. Jedenfalls wurde ein weiteres Auslaufen von Heizöl  von der Feuerwehr Bexbach sehr schnell unterbunden.

Die ersten Reinigungsmaßnahmen an der Limbacher Kläranlage wurden gemeinsam mit der Feuerwehr Blieskastel mittels eines dort stationierten Spezialeinsatzmittels, dem sogenannten „Ölsanimat“ durchgeführt. So konnte bereits ein Teil des angestauten Abwassers vom eingeleiteten Heizöl getrennt werden.

Nachdem ein Austreten des kontaminierten Wassers in die Umwelt ausgeschlossen werden konnte, wurde im Weiteren nach Rücksprache mit dem Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz ein Privatunternehmen mit den noch erforderlichen Reinigungsmaßnahmen beauftragt.

Der Wehrführer der Feuerwehr Kirkel, Gunther Klein, bedankte sich für die engagierte Zusammenarbeit der Feuerwehren aus Bexbach, Blieskastel und Kirkel. Die Feuerwehr Kirkel war etwa sechs Stunden im Einsatz.

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