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Nester der heimischen Vögel kennen gelernt

Nester der heimischen Vögel kennen gelernt

Kirkel. Einen Sachkundeunterricht besonderer Art erlebten die 23 Schülerinnen und Schüler der Klasse 2b der Grundschule Kirkel. Zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Ingrid Ruby weilten sie am Mittwochmorgen auf dem Friedhof in Kirkel-Neuhäusel. Manfred Näher vom Eisbärenclub Kirkel informierte vor Ort unter anderem über Nistgewohnheiten einheimischer Vögel, über Nestbau und Winterfütterung

Kirkel. Einen Sachkundeunterricht besonderer Art erlebten die 23 Schülerinnen und Schüler der Klasse 2b der Grundschule Kirkel. Zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Ingrid Ruby weilten sie am Mittwochmorgen auf dem Friedhof in Kirkel-Neuhäusel. Manfred Näher vom Eisbärenclub Kirkel informierte vor Ort unter anderem über Nistgewohnheiten einheimischer Vögel, über Nestbau und Winterfütterung. Näher: "Wir haben in Kirkel rund 130 Nistkästen aufgehängt, weil es in der Natur immer weniger Nistmöglichkeiten für die Vögel gibt." 31 dieser Nistkästen hängen an Bäumen im Friedhof. Günther Ferge vom Eisbärenclub hob einige dieser künstlichen Nistkästen ab. Näher und Schüler schauten gespannt in das Innere. Hat ein Vogel sich hier eingenistet? Einige Kästen waren leer, bei anderen wurde man fündig. Je nach Bau des Nestes konnte man sehen, welche Art sich hier eingeniestet hat. Kohl- und Blaumeisen und Kleiber wurden aufgespürt. Näher erläuterte, dass auch andere Vögel, wie Tannenmeisen, Feld- und Haussperlinge sowie Grün- und Trauerschnäpper in Kirkel heimisch seien. Näher sprach sich für die Winterfütterung aus. Zum einen finden die Vögel, die hier überwintern zur Zeit wenig Nahrung, zum andern kann man die Tiere auch gut beobachten. Füttern sollte man aber nur bei Schnee und Kälte, keinesfalls bei über zehn Grad. "Bei wärmerer Witterung finden die Vögel immer etwas zu fressen." Klassenlehrerin Ingrid Ruby freute sich über das Angebot vom Eisbärenclub Kirkel, die Kinder vor Ort über heimische Vögel zu informieren. "Wir haben sehr viel gelernt. Es war ein interessanter und lebendiger Sachkundeunterricht." Und dies, obwohl die Temperatur nahe der Nullgrenze lag. Nicht nur die siebenjährige Lilli Nitz staunte, dass in Kirkel so viele Nistkästen aufgehängt wurden. "Interessant war es, dass es so viele verschiedene Nester gibt", erklärte sie. Klassenkamerad Benny Schanne: "Ich war erstaunt, dass ein Gas-Brenner gebraucht wird, um die Kästen wieder sauber zu machen." In einem der Kästen wurde ein einsames Ei von einer Blaumeise gefunden. Dieses durfte Maxi mitnehmen. Im Frühjahr soll im Sachkundeunterricht der Klasse 2b das Thema Nestbau behandelt werden, kündigte Ingrid Ruby an. Gerne wird man dann das Angebot von Manfred Näher annehmen, die Klasse in der Schule zu besuchen. Näher will dann unter anderem in einem Schaukasten die verschiedenen Eier von den heimischen Vögeln vorstellen. "Wir haben in Kirkel rund 130 Nistkästen aufgehängt, weil es in der Natur immer weniger Nistmöglichkeiten für die Vögel gibt." Manfred Näher