Narren in Kirkel lassen es mächtig krachen

Kostenpflichtiger Inhalt: Prunksitzung in der Burghalle : Narren in Kirkel lassen es mächtig krachen

Bei der Prunksitzung wurde wieder viel geboten: Tanzsport, Spaßtanz, Büttenreden, Schunkelmusik – und eine große Ehrung.

Holla die Waldfee – da war am Samstagabend ordentlich was geboten bei den Kirkeler Burgnarren: Eine ausverkaufte Burghalle in Kirkel-Neuhäusel, ausgelassene Stimmung an und auf den Tischen, ein gelungener Mix aus Tanzsport, Spaßtanz, Büttenreden, hohen Ehrungen, viel zum Schunkeln und Mitsingen und mittendrin gar ein kleines Konzert. Ohne Zweifel, in dieser Session haben es die Kirkeler Narren um ihre Präsidentin Irmgard Waidner wieder richtig krachen lassen. Die Zepter in der Hand hatten die beiden Prinzenpaare mit Jessica Ostermayer als Prinzessin Jessica I. und ihr Prinz Mario Dein als Prinz Mario I. sowie das Kinder-Prinzenpaar Prinzessin Fatima I. mit ihrem Prinzen Ruben I. zum II. Dem royalen Quartett kam nach dem gefeierten Einzug der Aktiven in die Narhalla traditionsgemäß die Aufgabe zu, das närrische Volk auf die kommenden Stunden einzustimmen. „Wir beide lieben die Fasenacht, das ist unsere Zeit, da sind wir zu jedem Schabernack bereit. Bis Aschermittwoch wollen wir feiern und ganz viel Quatsch und Blödsinn mit Euch machen“, brachte die zauberhafte Kinderprinzessin Fatima Sahin den Saal auf Kurs. Und diesen hielt man über den ganzen Abend hinweg, das Ruder fest in der Hand hatte dabei Burgnarren-Sitzungspräsident Hans-Jörg Döhla.

Nach dem offiziellen Auftakt ging‘s auf und vor der Bühne richtig rund. Gleich zu Beginn gab es einen Mariechen-Dreiertanz aus dem Bereich der Kinder- und Juniorengarde. Die erste Rakete des Abends holten sich da mehr als verdient Julia Jipner, Layla Karplak und Louisa Klimpt ab. Und alle drei machten, noch vor den folgenden Marsch- und Schautänzen klar: Eben der Tanz wird groß geschrieben bei den Kirkeler Burgnarren. Was aber auch, und glücklicherweise, zu dieser Geschichte mit dazu gehört: Es ist eben nicht nur der Tanzsport, der die Sitzungen der Kirkeler Burgnarren dominiert, dort schafft man es vielmehr, wirklich einen Mix zu liefern, der jedem Spaß machen soll und kann. Davon kündete auch der mit den Jahren fast schon traditionelle Auftritt von Nico Heib, der mit seiner Kunstfigur der „Angy“ eine gefeierte 80er-Jahre-Show ablieferte, einschließlich eines Besuchs bei der legendären Rosi in einem Münchner Freudenhaus.

Noch bevor eine große Ehrung das Bühnenprogramm für einen kurzen Moment unterbrach, sorgten die Burgnarren mit ihrem Programm für einen echten Querschnitt dessen, was eine Gala-Prunksitzung ausmacht, so als Elisabeth und Johannes Hoffmann in die Bütt gingen, Christof Lesch seinen „Fidelius“ gab und die Prinzengarde einen gefeierten Marschtanz auf die Bühne zauberte. Dann gab‘s für die Burgnarren-Urgesteine Norbert Wentz und Otto-Karl Michel eben dort einen großen Moment: Laudatiert von Burgnarren-Präsidentin Irmgard Waidner erhielt Wentz aus den Händen von VSK-Präsident Hans-Werner Strauß, dessen Vize Stefan Regert und dem VSK-Jugend-Regionalvertreter Nico Bubes den VSK-Verdienstorden in Gold, Michel erhielt diese Auszeichnung in Silber. Was Wentz und Michel eint, das ist mehr als ein Vierteljahrhundert Vereinsmitgliedschaft bei den Burgnarren und ein vielfaches, ehrenamtliches Engagement im Verein. Und das erfuhr am Samstag eine angemessene Würdigung.

Eine Menge Bier stählte diese Körper der Burgnarren-Schoppegarde. Foto: Thorsten Wolf

Nach diesem offiziellen Moment ging’s weiter im Programm. Und das konnte sich hören und sehen lassen, bis zum Schluss. Die Kindergarde präsentierte ihren Schautanz „Unter dem Meer“, die Schoppengarde von Maike Ames strippte biergestählt im Fitness-Studio, die Powerdancers verloren im „Fluch der Power-Piraten“ nicht minder sehenswert das eine oder andere Kleidungsstück, Hans-Jörg Döhla lieferte als „Junker Jörg“ einen Büttenreden-Rundumschlag, die Prinzengarde machte bei Harry Potter Station, die Band Green Fies sorgte mittendrin im Programm mit ihrem Konzert für das nötige „Cordula Grün“-Feeling in der Burghalle und, und, und. Den Kit des Bühnenprogramms lieferten Tom und Ulli an Schlagzeug und Keyboard mit Schunkel-Stimmung im Saal. Gefeiert wurde bis nach Mitternacht und das zu Recht: Auch in diesem Jahr bewiesen die Kirkeler Burgnarren, dass die Fasenacht in der Gemeinde zu Hause ist!