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Mundart im Dreierpack vor 300 Gästen in der Burghalle

Mundart im Dreierpack vor 300 Gästen in der Burghalle

Er ist ein Risiko eingegangen mit dem Gang in die große Burghalle, der Förderverein der Feuerwehr Kirkel-Neuhäusel. Doch alle Erwartungen wurden bei „Mundart hoch drei“ übertroffen. Mehr als 300 zahlende Gäste kamen.

Was ist besser als nur ein Mundart-Künstler auf der Bühne? Derer drei! Und so stemmte der Förderverein der Feuerwehr Kirkel-Neuhäusel am Freitag eine Veranstaltung, die man so in der Burghalle wohl noch nie gesehen hat: Mit Ewald Blum als "Elfriede Grimmelwiedisch", dem "Plattmacher" Günther Hussong und Volker Jacoby gab's "Mundart hoch drei". Und das vor mehr als 300 zahlenden Gästen.

Doch wie stimmt man drei doch recht unterschiedliche Bühnencharaktere für ein gemeinsames Abendprogramm eigentlich ab? "Do gebbt's so a Knopp, am dem dreht man unn dann is das abgestimmt", gab Volker Jacoby schon mal in bestem Platt einen augenzwinkernden Vorgeschmack auf das, was am Abend noch folgen sollte - um dann ein bisschen, aber nur ein bisschen ernster zu werden. "Günther und ich haben uns natürlich schon abgesprochen." Zwei Mal habe man sich vor der Veranstaltung am Freitag zusammengesetzt. "Ich hab Günther zum Beispiel gefragt, ob ein Gedicht über die Kirkeler Burg ginge. Ich kenn das Publikum hier ja nicht so gut." Ging!

Für den Kirkeler Günther Hussong war "Mundart hoch drei" ein Heimspiel. "Die Pulslage ist wie immer hoch, ich steh wie immer unter Strom und rase bis zur letzten Minuten im Publikum rum." Das liege an diesem besonderen Abend auch daran, "weil ich schon ein bisschen Neuland betrete. Denn eigentlich mache ich ja meine Auftritte alleine. Und das ist etwas ganz Anderes als das heute Abend." Und wie kam die Idee zur Potenzierung von Mundart ? "Der Förderverein kam auf mich zu und hat gefragt, ob ich nicht jemanden kennen würde, der mit mir gemeinsam auftritt. Und da ich Volker toll finde, kam er mit dazu. Und als Dritten haben wir dann Ewald Blum mit seiner 'Elfriede Grimmelwiedisch' mit ins Programm genommen." Damit habe sich die Möglichkeit geboten, Mundart in drei Facetten zu bieten. Günther Hussong: "In meinen Augen ist dieser Dreiklang eigentlich gut abgestimmt. Ich selbst siedle mich in der Mitte der Drei an und ich denke, die Mischung ist gar nicht so verkehrt." Konkret bedeutete diese Mischung klassisches Mundartkabarett mit Günther Hussong, eher ein bisschen lyrische Betrachtungen von Volker Jacoby und durchaus eher derben Humor von Ewald Blum - so sollte eigentlich für jeden etwas dabei sein.

Natürlich sollte für den Förderverein der Feuerwehr Kirkel-Neuhäusel als Veranstalter auch was in der Kasse übrig bleiben. Dass die Veranstaltung mit drei Künstlern in der großen Burghalle durchaus ein ambitioniertes Projekt für den Verein gewesen sei, gestand der Vereinsvorsitzende Hans-Peter Schmitt ein. "Nachdem klar war, dass wir aufgrund der anstehenden Arbeiten das Feuerwehrgerätehaus nicht nutzen können, sind wir das Risiko eingegangen, in die Burghalle zu gehen." Und dieses Risiko habe sich gelohnt. "Die von uns erwarteten Zahlen sind bei weitem übertroffen worden." Der Erlös von "Mundart hoch drei" komme nun dem Ziel zugute, für den Löschbezirk Kirkel-Neuhäusel einen neuen Mannschaftstransportwagen zu beschaffen, "das ist ein Projekt, das nicht mit 2000 oder 3000 Euro abgetan ist".