Mehr als 300 Helfer für Leibrock

Kirkel · Vier seiner ehemaligen Mitspieler haben die Benefizveranstaltung für Werner Leibrock organisiert, dem ein Lifter mehr Bewegungsmöglichkeiten geben würde. Es wurde eine riesige Aktion mit sportlichem Wert, es gab nur zufriedene Gesichter.

 Zahlreiche Gäste verfolgten am Mittwoch im Kirkeler Mühlenweiher-Stadion das Benefizspiel des FSV Jägersburg gegen Borussia Neunkirchen zu Gunsten von Werner Leibrock. Foto: Thorsten Wolf

Zahlreiche Gäste verfolgten am Mittwoch im Kirkeler Mühlenweiher-Stadion das Benefizspiel des FSV Jägersburg gegen Borussia Neunkirchen zu Gunsten von Werner Leibrock. Foto: Thorsten Wolf

Foto: Thorsten Wolf

Mehr als 300 Gäste im Kirkeler Mühlenweiher-Stadion, ein knapper 1:0-Sieg des FSV Jägersburg gegen Borussia Neunkirchen und ein rundherum gut gelauntes Organisatoren-Quartett - das ist das Fazit des großen Benefiz-Fußballspiels zu Gunsten von Werner Leibrock am Mittwochabend.

Der Hintergrund der guten Tat: Karl-Friedrich Strohmaier, Günter Schmalz , Gunther Ringling und Wolfgang Gerber als Organisatoren des Benefizspiels wollten ihrem guten Freund und Sportkameraden Werner Leibrock finanziell helfen. Leibrock ist schwerstbehindert, mit dem Erlös des Spiels soll nun ein so genannter Lifter beschafft werden, um die Betreuung Leibrocks im Alltag zu erleichtern.

Auf die Idee zur guten Tat, das hatten Strohmaier, Schmalz , Ringling und Gerber im Gespräch mit unserer Zeitung vor einigen Tagen erzählt, sei man bei den monatlichen Betreuungsspaziergängen mit Leibrock gekommen. "Wir wollten etwas Gutes tun." Was habe da näher gelegen, als als ehemalige aktive Fußballspieler ein solches Benefizspiel zu veranstalten. Und eben dies erwies sich am Mittwochabend als echter Publikumsmagnet, trotz außergewöhnliche hoher Temperaturen. Unterstützt vom SV Kirkel , dem Wirt des Sportheims und der Gemeinde zeigten die Kirkeler so große Solidarität mit Werner Leibrock. Und Karl-Friedrich Strohmaier wurde nicht müde, sich für dieses Engagement zu Beginn des Spiels bei den Besuchern zu bedanken. "Ich finde es ganz toll, dass Ihr so zahlreich unserer Einladung gefolgt seid!" Eine ganz besondere Anerkennung sprach Strohmaier den beiden Vereinen aus. "Beide Mannschaften haben sich spontan und natürlich unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Ganz herzlich möchte ich mich hier bei Marco Emich bedanken: Ein Anruf genügte und das Spiel stand. Und nicht nur das. Er und seine Mannschaft, der FSV Jägersburg, haben sich als Unterstützer mit einer Geldspende für die gute Sache eingesetzt." Auch ehemalige AH-Spieler des SV Kirkel hätten sich mit einer großen Spende engagiert. "Das war vorbildlich!"

Zuletzt, aber mit Sicherheit nicht an letzter Stelle, bedankte sich Strohmaier bei seinen drei Mitreitern Günter Schmalz , Gunther Ringling und Wolfgang Gerber . "Sie haben gemeinsam mit mir in den vergangenen Wochen diese Veranstaltung organisiert. Das war viel Arbeit, hat aber auch viel Spaß gemacht." Zusammen, so Strohmaier, hätten sich die vier zur Aufgabe gemacht, ihren Freund und ehemaligen Mannschaftskameraden Werner Leibrock zu unterstützen. "Wir betreuen ihn einmal im Monat, um ein bisschen Abwechslung in seinen Alltag zu bringen." Daraus sei die Idee entstanden, den schwerstbehinderten Leibrock und seine Frau auch finanziell bei der Anschaffung eines so genannten Lifters zur Mobilitätssteigerung zu unterstützen. Mit einem solchen Gerät, wie Strohmaier erklärte, sei es möglich, dem stark in seiner Beweglichkeit eingeschränkten und auf den Rollstuhl angewiesenen Leibrock im Alltag mobiler zu machen. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich dann ein launiges Spiel, das mit seinem Vorbereitungs-Charakter für die beiden Vereine auch durchaus sportlich den Gästen im Mühlenweiher-Stadion einiges zu bieten hatte.

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