Auf Kinder besonders achten : Ich schütze dich, und du schützt mich

Zum gegenseitigen Schutz reichen feste, saubere Mund- und Nase-Masken aus Baumwolle. Absolut ungeeignet sind FFP-Atemschutzmasken.

Ab Montag kommt also die Maskenpflicht. Für viele Menschen dürfte das ungewohnt sein, zumal es zu den Grundlagen unseres Zusammenlebens gehört, das Gesicht seines Gegenübers zu sehen. Aber was hat sich in Corona-Zeiten nicht alles geändert. Mit dem Tragen von Masken würde vermieden, dass „Tröpfchen aus dem Mund und Niesregen“ verbreitet würden, heißt es in einer Mitteilung des Robert-Koch-Institutes. Allerdings  herrsche nach wie vor große Unsicherheit, welche Maske denn nun nützlich sei. „Für die Bürger, die sich normal auf der Straße bewegen und zum Einkaufen gehen, ist ein Mund- und Nasenschutz aus fester, aber luftdurchlässiger Baumwolle am besten“, sagt Dr. Brita Larsen, Anästhesistin am Uniklinikum. Sie hat täglich mit Verdachtsfällen zu tun und rät dringend davon ab, die so genannten FFP-Masken mit Ventil (partikelfiltrierende Masken) zu tragen, das sind Masken, die zwar den Träger schützen, aber keinesfalls sein Gegenüber: „Diese Masken haben ein Ventil, durch das der Träger ungeschützt seine Atemluft und damit auch eventuelle Erreger ausatmet. Wer damit einkaufen geht, ist   zwar selbst geschützt, verbreitet seinerseits aber ungehindert Keime. Das geht gar nicht.“

Unerlässlich sei vielmehr das auf Gegenseitigkeit beruhende Prinzip „ich schütze dich,  und du schützt mich“. Und das gehe am besten mit den bis zu 90 Grad waschbaren Baumwollmasken, die derzeit massenhaft genäht werden und auch im Handel erhältlich sind. Beim Tragen von Masken bei Kindern gibt es derzeit unterschiedliche Regeln, die von Bundesland zu Bundesland variieren, mal gilt die Maskenpflicht schon ab drei oder sechs Jahren. Im Saarland war es zuerst ab dem zehnten, jetzt doch ab dem sechsten Lebensjahr. Bei Sechsjährigen müssen die Eltern unbedingt kontrollieren, ob die Kinder genügend Luft bekommen und trotz Maske normal atmen können. Überhaupt sollten die Eltern oder Lehrer dabei sein, wenn Kinder die Maske tragen, damit sie nicht damit herumspielen oder sie, sofern sie noch sehr klein sind, sich in den Mund stopfen, was für jüngere Geschwister gelten könnte, die an die Masken der „Großen“ kommen. Dann wäre die Schutzfunktion ins völlige Gegenteil verkehrt. Wer innerhalb in einem Haushalt, in dem ältere Menschen leben, auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte ähnlich verfahren wie im Krankenhaus und einen „Schmutzbereich“ und einen „sauberen Bereich“ schaffen. In den „Schmutzbereich“ (idealerweise die Waschküche) sollten die Kleider, die man im Kontakt mit anderen Menschen trägt und natürlich auch gebrauchte Handschuhe und gebrauchter Mundschutz, abgelegtwerden. Auch sollte es dort unbedingt eine Möglichkeit geben, sich die Hände zu waschen. Erst danach sollte man den „sauberen Bereich“ der Wohnung betreten. Ein ähnliches Verfahren könne man auch fürs Auto einrichten. Man kann den Kofferraum zum Schmutzbereich machen, den Fahrzeug-Innenraum hingegen sauber halten. Das bedeutet, dass man nach dem Einkaufen seinen Mundschutz abnimmt – immer an der Seite anfassen, nie vorne – und in einer Tüte verstaut. Die Handschuhe zieht  man aus, legt sie ebenfalls in eine Tüte, beides kommt in den Kofferraum. Danach desinfiziert man sich die Hände und nimmt dann erst auf dem Fahrersitz Platz. Die Baumwoll-Masken müssen jeden Tag gewaschen werden, man könne sie, wenn man schnell zum nächsten Termin muss, auch sehr heiß überbügeln und dann wieder benutzen. Besser wäre es aber, man hat für jeden Tag eine neue Maske zur Verfügung und kann sich morgens ein frisch gewaschenes Exemplar überziehen, das natürlich in einem sauberen Bereich im Schrank liegen muss und nicht an der Garderobe neben den Straßenkleidung hängen darf. Laut Robert-Koch-Institut handelt es sich bei Covid 19 um eine Tröpfcheninfektion. Daher gilt: Abstand halten, Masken tragen, nicht ins Gesicht fassen, immer Hände waschen und desinfizieren.