Magie der Burgweynacht erlebt

Kirkel. Dass die Kirkeler Burg ein Ort voller Magie ist, das bestreitet wohl keiner, der übers Jahr hinweg eine der vielen Veranstaltungen dort besucht. Ihren Höhepunkt erlebt diese Magie aber bei der alljährlichen Burgweynacht - und das gerade in den Abendstunden, wenn die Kirkeler Burg und das Dorf zu ihren Füßen im Schein unzähliger Lichter leuchtet

Kirkel. Dass die Kirkeler Burg ein Ort voller Magie ist, das bestreitet wohl keiner, der übers Jahr hinweg eine der vielen Veranstaltungen dort besucht. Ihren Höhepunkt erlebt diese Magie aber bei der alljährlichen Burgweynacht - und das gerade in den Abendstunden, wenn die Kirkeler Burg und das Dorf zu ihren Füßen im Schein unzähliger Lichter leuchtet.Fernab von vorweihnachtlichem Kommerz, auch wenn es mit Sicherheit die eine oder andere gute Möglichkeit gibt, etwas bei den Händlern zu erstehen, ist es vor allem Besinnlichkeit, vereint mit mittelalterlichem Flair, was die Burgweynacht ausmacht.

Dabei haben die Markbeschicker selbst, neben den vielen mittelalterlich gewandeten Besuchern, einen hohen Anteil, dass es auf der Kirkeler Burg ein bisschen anders zu geht, als anderswo in diesen Tagen. "Das Engagement hier auf der Kirkeler Burgweynacht lohnt sich vor allem emotional", war sich Ilona Lang, die zusammen mit ihrem Mann Martin Achat-Kunstgegenstände und einiges mehr anbot, am Samstagabend sicher. "Wir bieten hier ein bisschen etwas anderes als übliche 'Weihnachten aus der Dose'. So gilt die Vorschrift, keine wesentliche elektrische Beleuchtung zu verwenden. Es darf auch nicht irgendwelche Weihnachtsmusik vom Band abgespielt werden. Es geht um die Besinnlichkeit des Festes, auch mit Blick zurück zu den Ursprüngen, abseits vom reinen Kommerz. Eben keine Plastik-Weihnachten."

Zum ersten mal auf der Kirkeler Burgweynacht hatte sich in diesem Jahr Feinkost-Flatter mit seinem Fischleckerein präsentiert, am Samstagabend hielt Juliane Werner die Töpfe und Pfannen am Laufen. "Es läuft wirklich gut heute Abend. Die mittelalterlichen Gäste sind ein ausgesprochen nettes und aufmerksames Publikum." Zu diesem netten und aufmerksamen Publikum gehörten auch Dietmar Schmidt und seine Frau Walburga aus Illingen - natürlich standesgemäß gewandet in Anlehnung an Heinrich von Kerpen, den Illinger Burgherren. "Wir sind bei jeder Veranstaltung hier oben auf der Kirkeler Burg. Und die Burgweynacht ist natürlich ein Muss."

Schmidt war sich sicher: Von Kirkel und der Art und Weise, wie man dort die historischen Wurzeln der Gemeinde zum Wohle aller nutzt, könnten andere Kommunen, so auch seine Heimatstadt Illingen, etwas lernen. "Bei uns zu Hause war in Sachen Mittelalter schon mal mehr los. Aber mit unserem neuen Bürgermeister, der ja König heißt, haben wir die Hoffnung, dass es sich wieder etwas belebt."

Für die Gäste der Burgweynacht war die etwas andere Vorweihnachtszeit wie in den Jahren zuvor ein Schmaus für Augen und Seele. Am Samstagabend nutzen viele das trocken-kalte Wetter, um im Schein der unzähligen Feuer durch das Dorf am Fuße der Burg zu spazieren und Weihnachten als das zu genießen, was es eigentlich ist: Ein Fest der Freude.