Maggi-Flasche wird zum Anhänger

Die Herbstsonne machte es möglich, dass auch vor der Limbacher Mühle beim 15. Kunsthandwerkermarkt Stände platziert werden konnten. Die Organisatoren waren mit der zweitägigen Veranstaltung zufrieden.

Wie war das nun mit dem Wetter und dem Zuspruch beim 15. Kunsthandwerkermarkt, der am Wochenende in der Limbacher Mühle stattfand? Während manche Aussteller das schöne Wetter beklagten, denn dadurch seien viele Leute lieber ins Grüne gefahren, waren andere mit dem Publikumszuspruch durchaus zufrieden. "Wenn es regnet, kommen wenige, wenn zu schönes Wetter ist, auch", sagte die Organisatorin des Marktes, Margret Weißmann. "Für uns zählt hauptsächlich, das die Besucher sich bei uns wohlfühlen", erklärte Sarah Klein, die als Vorsitzende des Fördervereins Limbacher Mühle fürs leibliche Wohlergehen der Besucher sorgte.

Den Markt an sich empfand Klein als "noch mal sehr gut gelungen, Kompliment an Margret Weißmann." In der Tat bot der Kunsthandwerkermarkt eine große Vielfalt an verschiedenen Kunstobjekten (wir berichteten).

Am Stand mit Glasschmuck von Monika Marx weckte ein brauner Anhänger das Interesse von Dorothee Gantner aus Limbach , die den Markt jedes Jahr besucht und davon berichtete, dass viele im Ort das Jahr über fragten, wann er denn wieder stattfinde. "Das ist von einer Maggi-Flasche", erklärte die Künstlerin, die anschließend beschrieb, wie sie die Kanten der Scherbe mit dem Brenner entschärft hatte. Mit Hilfe eines Wickelstabs gab sie dem Stück Glas noch eine Öse für das Halsband - und fertig war das kleine Kunstwerk, bei dem der Schriftzug die Herkunft bei genauem Hinsehen verriet.

Gutes Wetter

Das gute Wetter erlaubte zumindest, dass auch draußen Waren angeboten werden konnten. So zum Beispiel vom Ehepaar Helene und Johannes Konrad aus Hornbach. Sie unterhielten einen der Stände vor der Mühle und genossen dort den Sonnenschein. "Wir sind im dritten Jahr hier", sagte Helene Konrad, die auch schon Weihnachtliches wie stilisierte Tannenbäume und Engel aus Holz anbot. Aber auch Metallobjekte für den Garten hatten die Konrads im Programm. Am Samstagnachmittag stellten sie bereits fest, dass sich das Geschäft gut anließe: "Wir haben schon etwas verkauft."

Für das Ehepaar Annabelle Diehl-Hippchen und Roland Hippchen lief vor allem der Sonntag gut. Sie hatten zuvor die schwierige Entscheidung zu treffen, ob sie lieber in Limbach oder in Saarbrücken beim Tag des offenen Ateliers ausstellen wollten. Den Ausflug in den Saarpfalz-Kreis, es war ihr erster, bereuten die Künstler nicht. Mit dem Angebot von Fotografie, Kleidung, Skulpturen und Betonschalen waren sie breit aufgestellt.

Einen ganz anderen Ansatz pflegte Birgitta Hüttermann aus Homburg: Sie hat sich darauf spezialisiert, aus Wachs und Stoff Rechtecke zu gestalten, die schwerem Marmor täuschend ähnlich sind. "Das habe ich selbst so entwickelt, das ist praktisch mein Alleinstellungsmerkmal", sagte die Künstlerin, die aus Altersgründen wohl zum letzten Mal beim Kunsthandwerkermarkt mit von der Partie gewesen sein mag.