Limbacher Ortsrat wünscht Extra-Fahrspur

Verkehrssicherheit : Limbach wünscht Extra-Fahrradspur

Die am kommenden Montag, 6. Mai, beginnenden Baumaßnahmen an der Windschnorr und Umgebung hat der Ortsrat zum Anlass genommen, einen Offenen Brief an den Landesbetrieb für Straßenbau zu schicken. Der reagiert schnell.

Ab Montag, 6. Mai, ist es so weit: Dann starten die großen Baumaßnahmen an der L-119/Auf der Windschnorr und den anliegenden Landesstraßen. Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) hat jetzt Bauverfahren und –umfang detailliert beschrieben. Demnach plane man, „die Fahrbahn in einer Stärke von teilweise bis zu 50 Zentimetern vollständig aufzunehmen und den aktuellen Verkehrsprognosen entsprechend mit zum Teil Schottertragschicht und dreilagigem Asphaltaufbau neu zu erstellen“. Zusätzlich würden umfangreiche Arbeiten zu den Rinnenbändern und Straßeneinläufen, am Kreisel Auf der Windschnorr größere Pflasterarbeiten ausgeführt. Wegen unzureichender Fahrbahnbreiten könnten die Arbeiten aus Gründen der Verkehrs- und Arbeitsstellensicherheit nur unter Vollsperrung ausgeführt werden.

Insgesamt erneuert der LfS in mehreren Abschnitten die L 119, L 222 und L 114 in der Ortsdurchfahrt Limbach (wir berichteten). 850 000 Euro wird das laut LfS an Landesmitteln kosten, die Gesamtmaßnahme rund zwei Monate dauern. Um Staus zu vermeiden, empfiehlt der LfS „speziell eine großräumige Umfahrung über die A6-Ausfahrt Homburg, die A8-Ausfahrt Einöd und die B 423“.

Derweil hat der Limbacher Ortsrat die Baumaßnahme zum Anlass eines Offenen Briefes an den LfS-Leiter Werner Nauerz genommen. Wie der Ortsvorsteher von Kirkel-Limbach, Max Limbacher, schreibt, wolle man damit auf den „besonderen Bedarf für den Radverkehr in diesem Bereich“ hin. Dies gelte insbesondere für die Streckenführung der L119 durch Limbach. Neben dem motorisierten Durchgangs- und Anliegerverkehr werde diese dort sowohl von Fußgängern als auch von Radfahrern genutzt. „Letztere konkurrieren derzeit auf teilweise schmalem Gehweg untereinander. Eine Situation, die sich nach der Genehmigung von E-Rollern noch verschärfen dürfte“, so Limbacher, der im Namen des Limbacher Ortsrats eine „besondere Fahrspur für Radfahrer im innerörtlichen Bereich“ fordert.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger habe erst kürzlich die besondere Beachtung des Radverkehrs bei Planungsvorhaben des Landes betont. Der Rat möchte, dass der LfS dies bei den anstehenden Sanierungsarbeiten besonders beachte, „zumal eine Sanierungsperspektive für den gesamten Streckenabschnitt der L119 zwischen Blies und Autobahnauffahrt besteht. Die Fahrbahnbegrenzungen aufgrund der Bebauung könnte durch eine optionale Radwegspur analog der B40 durch Rohrbach aufgefangen werden.“

Die Vorteile liegen laut Limbachers Schreiben auf der Hand: „Die Ausweisung eines gesonderten Radwegs erhöht die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, führt zu einer Reduktion der Durchfahrtsgeschwindigkeit motorisierter Fahrzeuge und stärkt die Attraktivität des Verkehrswegs. Insbesondere der örtliche Verkehr würde davon profitieren. Dazu zählt vor allem die Stärkung des Radverkehrs. Ferner würde der südliche Teil Limbachs wieder stärker an das Zentrum angebunden werden mit seinen Versorgungsangeboten.“

Ab Montag,6. Mai, wird rund um den Kreisel an der L 114 („Windschnorr“) zwischen der A8 und Homburg bei Kirkel gebaut. Allerdings: der Kreisel selbst ist nach einer Änderung der Baureihenfolge wohl erst zwischen 3. und 30. Juni gesperrt. Foto: Eric Kolling

Der LfS hat sich des Anliegens schnell angenommen. „Das Thema haben wir vor Ort mit allen Beteiligten (Ortsvorsteher, Ortspolizeibehörde und Straßenverkehrsbehörde) besprochen und einvernehmliche kurz- und langfristige Lösungsmöglichkeiten gefunden, die zurzeit planerisch ausgearbeitet werden und anschließend von der federführenden Straßenverkehrsbehörde angeordnet werden sollen“, schreibt Sprecher Klaus Kosok und verweist für Details an die zuständige Straßenverkehrsbehörde beim Kreis. Wie die Lösung abschließend aussieht, kann man aber auch dort nicht beantworten. Die Möglichkeiten seien „noch in der Planung, so dass konkrete Anordnungen durch die Straßenverkehrsbehörde erst nach Fertigstellung der Pläne kommuniziert werden können“, so Kreissprecherin Sandra Brettar.