Lieder von Leben, Tod und Liebe

Kirkel. Es war ein farbenfrohes, lebendiges und bejahendes Konzert, das der Chor Mokolé der Musik- und Singschule Heidelberg am Samstagabend in der protestantischen Friedenskirche in Kirkel-Neuhäusel bot. Einfach waren die Themen, mit denen sich der Chor, der seine musikalischen und choreografischen Wurzeln in der Kultur Süd- und Westafrikas hat, jedoch nicht immer

Kirkel. Es war ein farbenfrohes, lebendiges und bejahendes Konzert, das der Chor Mokolé der Musik- und Singschule Heidelberg am Samstagabend in der protestantischen Friedenskirche in Kirkel-Neuhäusel bot. Einfach waren die Themen, mit denen sich der Chor, der seine musikalischen und choreografischen Wurzeln in der Kultur Süd- und Westafrikas hat, jedoch nicht immer. "Die Lieder aus dieser Region erzählen von Freiheit, von Liebe, von Leben und Tod und vom Glauben", ließ der Chor wissen. Ohne die gekonnte und liebevolle Moderation von Sänger Alex Bruder hätte so mancher wohl eher an immer wieder kehrende Freudengesänge gedacht, denn an Lieder über den Freiheitskampf Mandelas, die Aids-Problematik und einige andere Brennpunkt-Themen Süd- und Westafrikas. Doch gerade die im Kern lebendige und zupackende chorale Musik, verbunden mit einer ausdrucksstarken Choreografie, verhalf den Themen, ganz ohne erhobenen Zeigefinger, zu einer unglaublichen Präsenz. Unter der Leitung von Eva Buckmann entwickelten die Sängerinnen und Sänger eine spürbare Lebendigkeit, die sich mehr als einmal im spontanen Mitklatschen der zahlreichen Gäste in der Friedenskirche manifestierte. Kalt ließ das Konzert von Mokolé an diesem Abend wohl niemanden. Anke Müller-Schwartz aus dem Unterstützungsteam des Chores Mokolé fasste am Rande des Konzertes die Intentionen der Formationen so zusammen. "Es geht uns darum, viel des afrikanischen Flairs rüber zu bringen, dabei aber auch die zentralen Themen Afrikas zu vermitteln." Anke Müller-Schwartz ist sich sicher: "So werden die oft schwierigen Themen für die deutschen Zuhörer leichter zugänglich." Die Geschichte des Chors ist dabei kein Monolog. Eva Buckmann selbst reiste mit Sängerinnen und Sängern durch Lesotho, Swasiland und Südafrika. Vor dort kommen die Lieder, die Mokolé singt, dahin geht viel von dem zurück, was der Chor auf seinen Konzerten erwirtschaftet. "Es ist mit ein großes Anliegen, dass wir die Arbeit der Chöre, von denen wir unsere Lieder bekommen, dort unterstützen", sagte Buckmann zum gegenseitigen Geben und Nehmen zwischen Deutschland und Afrika. Das Engagement der Musik- und Singschule Heidelberg, Heimat für insgesamt drei Chöre mit afrikanischen Wurzeln, führte im Jahr 2006 zu einer Freundschaftscharta zwischen Heidelberg und Südafrika - nur einer von vielen Höhepunkten für die Sängerinnen und Sänger aus Heidelberg. "Es geht uns auch darum, die zentralen Themen Afrikas zu vermitteln." Anke Müller-Schwartz