Letzte Gemeinderatssitzung in Kirkel 2019

Letzte Gemeinderatssitzung : Es geht auch um Bäder und Friedhöfe

Am Donnerstag, 12. Dezember, findet um 18 Uhr im Neuen Ratssaal in Kirkel die letzte Kirkeler Gemeinderatssitzung für dieses Jahr statt.

Auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung stehen die Jahresabschlussberichte des Immobilien- und Freizeitbetriebes (wozu vor allem die beiden Freibäder gehören), der Bauhof- und Friedhofsbetrieb und das Abwasserwerk. Der Jahresabschluss des größten Brockens „Immobilien und Freizeit“ für das Jahr 2018 wurde einem Wirtschaftsprüfer vorgelegt. Mit dem Ergebnis, dass die Erlöse für die Gemeinde 2 116 772 Euro betrugen, denen Aufwendungen in Höhe von rund 7 Millionen Euro gegenüberstanden. Der daraus resultierende Jahresverlust beträgt fast fünf Millionen Euro.

Da hört sich der Jahresabschluss des Bauhof- und Friedhofsbetriebes vergleichsweise harmlos an, hier gab es immerhin einen bescheidenen Gewinn von knapp 200 Euro. Davon gibt es allerdings keine Blumensträuße für die Mitarbeiter, denn „der Jahresgewinn wird zur Tilgung des Verlustvortrages verwandt“, wie es in Amtsdeutsch heißt.  Das Abwasserwerk machte einen Jahresverlust in Höhe von 176 547 Euro. Um aus den roten Zahlen zu kommen, wird der Gemeinderat  am Donnerstag darüber abstimmen, die Abwassergebühr für Schmutzwasser vom 1. Januar 2020 an von bisher 3,10 Euro auf 3,37 Euro anzuheben. Immerhin, so geht aus der Beschlussvorlage hervor, seien die Abwassergebühren über einen Zeitraum von sechs Jahren stabil gebleiben - und außerdem werde nur die Schmutzwassergebühr erhöht, nicht die Gebühr für Niederschlagwasser.

Steigen wird auch die Grabherstellungsgebühr - und zwar auf 1000 Euro. Was daran liegt, dass in allen drei Kirkeler Ortsteilen Urnenwände errichtet werden, die kostentechnisch zu Buche schlagen. Sowohl die Hersteller dieser Wände verlangen mehr Geld und können kaum noch liefern, auch die Fundamente auf den Friedhöfen dafür müssen gemacht werden.

Der Behindertenbeauftragte der Gemeinde Kirkel, Georg Suchanek, stellt sich für die Legislaturperiode 2019 bis 2024 wieder zur Wahl, und der Seniorenbeauftragte soll weiterhin eine pauschale Aufwandsentschädigung von 50 Euro monatlich erhalten. Auch darüber wird abgestimmt.

Die letzten Punkte der Sitzung drehen sich um die Änderung von Bebauungsplänen und  um die Festlegung von Sanierungsgebieten. Außerdem bringt die SPD eine Resolution zur Unterstützung der heimischen Stahlindustrie ein.