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Kleinottweiler geht ans Klär-Netz

Kleinottweiler geht ans Klär-Netz

Mit dem Spatenstich wurde am Montag die dreijährige Sanierung und Modernisierung der Kläranlage Limbach begonnen. Nach Fertigstellung hat der Entsorgungsverband rund 13,5 Millionen Euro investiert. Kleinottweiler kommt noch dazu.

Ohne Zweifel, die Sanierung und Modernisierung der Kläranlage Limbach lässt sich der Entsorgungsverband Saar (EVS) einiges kosten. In den kommenden drei Jahren sollen 9,5 Millionen Euro auf dem Gelände an der Kaiserstraße verbaut werden. Damit erhöht sich der Gesamtbetrag, nach einem ersten Sanierungsschritt vor einigen Jahren, nun auf stolze 13,5 Millionen Euro . Anlässlich des offiziellen Spatenstichs am vergangenen Montagnachmittag ordnete Karl Heinz Ecker, neben Georg Jungmann einer der Geschäftsführer des EVS, die kommende Großbaustelle so in den Kontext der Verbands-Aktivitäten ein: "Das ist für den EVS ein großer Tag hier in Limbach , wir wollen hier erneut richtig groß bauen." Hintergrund der umfangreichen Arbeiten, verdeutlichte Ecker, sei auch die Absicht, zusätzlich Kleinottweiler an die "neue" Kläranlage anzuschließen. Damit ergebe sich, dass die dortige Anlage nach Ende der Bauarbeiten in Limbach stillgelegt werde. "Das ist im Endeffekt kostengünstiger, als die alte Kläranlage in Kleinottweiler wieder aufzurüsten." Nach Fertigstellung, so Ecker, werde die sanierte Kläranlage dann für die Abwässer von 15 000 Einwohnern verantwortlich sein.

Die hohen Baukosten von 9,5 Millionen Euro erklären sich dabei schnell, wenn man die Liste der anstehenden Baumaßnahmen im Einzelnen betrachtet. Insgesamt 15 Positionen führt die Übersicht der geplanten Modernisierung und Sanierung auf, vom neuen Regenüberlaufbecken mit einem Volumen von 1300 Kubikmetern über die Errichtung eines dritten Kombibeckens bis hin zum Neubau eines Werkstatt-Gebäudes.

Ecker verdeutlichte am Montag auch, dass all diese Arbeiten durchaus unter erschwerten Bedingungen erfolgten. So werde der Klärbetrieb während der Bauphase selbst aufrechterhalten. Und: Die Bauarbeiten erfolgten in einer "nassen Ecke". Was das bedeute, erklärte Ecker so: "Wenn man hier ein Loch in den Boden gräbt, dann steht dort direkt Wasser drin." So werde es in den kommenden Jahren auch darum gehen, Problemfelder am Rande des eigentlichen Neubaus erfolgreich zu beackern - so der Schutz der nahe gelegenen ICE-Trasse.

Nutznießer der EVS-Investition sind Kirkel und Bexbach. In Vertretung der Bürgermeister Frank John und Thomas Leis äußerten sich die Beigeordneten Bernd Weißmann und Wolfgang Imbsweiler zu den anstehenden Arbeiten. So zeigte sich Kirkels Erster Beigeordneter Weißmann erfreut über die neue Investition, "die Technik der alten Anlage, und das ist gut sichtbar, ist nicht mehr so, wie sie sein sollte". Weißmann mahnte aber auch, das Großinvestitionen des EVS, so sie denn aufgrund der derzeit günstigen Zinsen kreditfinanziert seien, auch unter dem Aspekt der Rückzahlungslast betrachtet werden müssten. "Darauf müssen wir achten." Für Bexbach, so der Beigeordnete Wolfgang Imbsweiler, sei der Schritt des EVS in Limbach wichtig, "denn die Anlage in Kleinottweiler geht ja 'auf dem letzten Zahn'. Es wird also Zeit, dass da was Neues kommt."

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Auf einen BlickMit einem Volumen von 9,5 Millionen Euro setzt der Entsorgungsverband Saar die vor Jahren begonnene Sanierung der Kläranlage Limbach fort. In den kommenden drei Jahren sollen die restlichen Altteile der Anlage abgerissen und durch neue Kläreinrichtungen ersetzt werden. Nach Ende der Arbeiten wird dann auch Kleinottweiler an die sanierte Anlage angeschlossen. thw