Kein Weg gleicht dem anderen

Kirkel-Neuhäusel. Noch bis zum 18. Dezember präsentiert die Künstlerin Elvira Bartel im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel-Neuhäusel ihre aktuelle Werkschau "Spektren der Wege"

Kirkel-Neuhäusel. Noch bis zum 18. Dezember präsentiert die Künstlerin Elvira Bartel im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel-Neuhäusel ihre aktuelle Werkschau "Spektren der Wege". Bartel, ein Multitalent in der Wahl ihrer künstlerischen Sprache, widmet sich mit dieser Ausstellung dem omnipotenten Thema des Weges als wesentliche Verbindung zwischen Entscheidendem im Leben, thematisiert es mal als Fuß- oder Reifenspur auf Papier, mal als Installation hinter Plexiglas, mal als Materialmix, mal als klassische Malerei in Acryl oder Öl. Man mag beim Rundgang durch die Ausstellung kaum glauben, dass man es mit einer einzelnen Künstlerin zu tun hat, so unterschiedlich sind Bartels Betrachtungen von Wegen. Doch mit ihrer diversifizierten Herangehensweise an das Thema als physisches wie auch spirituelles Element wird die Künstlerin der Komplexität gerecht, gleicht doch buchstäblich kein Weg dem anderen. "Die Idee formt die Form", brachte Bartel am Rande der Ausstellungseröffnung in der vergangenen Woche ihren künstlerischen Ansatz auf den Punkt. Bei den zahlreichen Gästen der Eröffnungsveranstaltung fand Bartels Weg zu den Wegen durchweg positives Echo. "Die große Unterschiedlichkeit in den verwendeten Techniken und die Vielfalt, mit der Elvira Bartel unterschiedliche Wege beschreibt, beeindrucken mich außerordentlich", gestand Svenja Becker nach einem Rundgang durch die über zwei Etagen angelegte Ausstellung. Und auch Thomas Krebs zeigte sich überrascht von der formalen und inhaltlichen Bandbreite der gezeigten Werke. "Elvira Bartel zeigt wirklich ein echtes Spektrum zum Thema Weg, das hatte ich so nicht erwartet." Bartel greift bei all ihrem Schaffen immer wieder aus ganz unterschiedlichen Richtungen nach dem Weg als Quintessenz der Suche, verarbeitet in Zeitungs-Collagen auch Gegenwärtiges zu Ewigem und führt so den Betrachter über ihre eigenen Wege vielleicht auch zu neuen Inspirationen und zu einem Nachdenken über eingeschlagene Richtungen und deren Konsequenzen. Und wenn nicht? Dann verbleibt zumindest der deutliche Eindruck eine Künstlerin, die viele gestalterische Sprachen bis ins Detail beherrscht.