Kandidaten auf den Zahn gefühlt

Kirkel. Großer Andrang herrschte gestern Abend in der Burghalle in Kirkel-Neuhäusel. Über 320 Bürgerinnen und Bürger waren zur Podiumsdiskussion der Bürgermeisterkandidaten gekommen. Zu dieser Veranstaltung hatte die Saarbrücker Zeitung gemeinsam mit dem Saarländischen Rundfunk geladen. Obwohl 800 junge Leute am 9

Kirkel. Großer Andrang herrschte gestern Abend in der Burghalle in Kirkel-Neuhäusel. Über 320 Bürgerinnen und Bürger waren zur Podiumsdiskussion der Bürgermeisterkandidaten gekommen. Zu dieser Veranstaltung hatte die Saarbrücker Zeitung gemeinsam mit dem Saarländischen Rundfunk geladen. Obwohl 800 junge Leute am 9. November zum ersten Mal an einer Wahl teilnehmen werden, waren nur einige junge Wähler in die Burghalle gekommen. Mit den Kandidaten - der amtierende Bürgermeister Armin Hochlenert, 55, der SPD-Kandidat Frank John, 36, und Axel Leibrock, 53, von Bündnis 90/Die Grünen - saßen die Moderatoren des Abends, Peter Neuheisel (SZ) und Thomas Gerber (SR), auf dem Podium. Auf dem Plan stand die Vorstellung der Kandidaten, es sollten Unterschiede festgemacht werden und politische Ausrichtungen aufgezeigt werden. Nach einer kurzen Begrüßung, begann der Amtsinhaber mit der Vorstellung seiner Person. Thomas Gerber übernahm die Moderation der Vorstellungsrunde und lockte die anfangs zögerliche Runde ein wenig aus der Reserve. Wurden die Kandidaten in dieser Runde bereits politisch, pochte Gerber doch darauf, mehr über das Privatleben zu sprechen. Die Kandidaten berichteten über ihre Hobbys, ihre Familie und ihren Beruf. Nach der Vorstellungsrunde lobte Moderator Neuheisel den bisher "fairen Wahlkampf" der Kandidaten. Dann forderte er sie auf, ihre politischen Unterschiede herauszustellen. Dabei fiel der Begriff "Frühstücks-Direktor" von SPD-Kandidat John in Richtung Hochlenert. Der konterte mit erfolgreichen Zahlen und Projekten aus den vergangenen Jahren, musste jedoch immer wieder Angriffe der beiden Bewerber entgegen nehmen. Ab diesem Moment war Stimmung auf dem Podium. "Wer nix macht, hat nichts falsch gemacht" und "Probleme wurden einfach ausgesessen", lauteten die Vorwürfe an den Bürgermeister. Während die Politiker auftauten, blieb das Publikum ruhig und kommentierte diese Angriffe nicht. Auch bei den Fragen, die Leserinnen und Leser im Vorfeld bei der Saarbrücker Zeitung eingereicht hatten, zu Themen wie Politik für junge Familien, gab es keine Zwischenrufe, sondern die Zuhörer blieben sachlich und interessiert. Die erste Frage aus dem Publikum kam zum Thema Altenpflege, wobei sich herausstellte, dass Neubauten in der Gemeinde auf Grund der weltweiten Finanzkrise zur Zeit auf der Kippe stehen. < Weiterer Bericht folgt.