Jubiläum mit besonderer Note

Vor 140 Jahren wurde der Männergesangverein Limbach gegründet. Heute kann der Traditionsverein auf eine Geschichte mit Höhen und Tiefen zurückblicken – und am kommenden Wochenende standesgemäß das Jubiläum feiern: mit viel Gesang und Musik natürlich.

Am kommenden Sonntag feiert ein Verein in Limbach sein 140-jähriges Bestehen, der im Ort seit seiner Gründung sichtbare Spuren hinterlassen hat: der Männergesangverein 1875 Limbach . Für den Ehrentag hat man sich ein Programm mit populärer Chorliteratur zusammengestellt und sich zudem noch die Unterstützung des Duos Harfpipe gesichert - der bekannte Saxophonist Bernd Nickaes und Clara Dicke an der Harfe werden dem Sonntag im Theobald-Hock-Haus eine eigene Note verleihen.

Wenn ein Verein ein so stolzes Jubiläum feiert, dann lohnt es sich schon einmal, in die Geschichte zurück zu blicken. Die begann, so erzählte Fest-Organisator Rainer Gabriel im Gespräch mit unserer Zeitung, eigentlich schon im Jahr 1858. "Da haben sich die Sänger schon getroffen." Nach einer Unterbrechung sei der Verein dann an Silvester 1875 durch den Lehrer Peter Wagner in der früheren Wirtschaft Lehmann (heute Zufahrt zum Theobald-Hock-Platz) offiziell gegründet worden. "Das Grabmal von Peter Wagner steht noch heute auf dem alten Friedhof hinter der Elisabeth-Kirche."

Etwas mehr als 100 Jahre später habe der MGV Limbach dann einen eigenen Kinder- und Jugendchor, die Lindensänger, gegründet - auch um das Bestehen des Vereins zu sichern, erklärte Gabriel. Zuvor sei schon im Jahr 1970 ein Jugendblasorchester innerhalb des Vereins ins Leben gerufen worden. Dieses habe sich fünf Jahre später dann selbstständig gemacht - die Geburtsstunde des Musikvereins Limbach , eine heute weit in der Region bekannte Formation für sinfonische Blasmusik.

Doch nicht nur das Instrumental-Ensemble sollte sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickeln, auch der Kinder- und Jugendchor hatte zeitweise einen unglaublichen Zulauf, Rainer Gabriel: "Sein 15-jähriges Bestehen feierte der Chor mit 90 jungen Sängerinnen und Sängern mit mittlerweile drei Chören."

Doch während der Musikverein Limbach als Gründungskind des Männergesangvereins noch heute von starken Mitgliedszahlen verwöhnt ist, ging es mit dem Kinder- und Jugendchor rein quantitativ bergab. "Als Hans-Dieter Kuhn und ich aufgehört haben, hat sich in der Folge keiner mehr wirklich um den Chor gekümmert." So sei es nicht gelungen, die Mitglieder des Kinder- und Jugendchores zu halten. "Aufgelöst hat sich der Chor aber nicht, es ist ein paar Kinderchen übrig geblieben." Und immerhin: Auch heute noch gibt es die Limbacher Lindensänger.

Im eigentlichen Männergesangverein sind es derzeit 14 Sänger , die musikalisch von Carsten Schwender geleitet werden. Wie in vielen Männergesangvereinen mangelt es auch in Limbach an jüngerem Nachwuchs, "es keimte noch einmal Hoffnung auf, als sich ehemalige Sänger des Jugendchores uns anschlossen". Doch sei, erinnerte sich Gabriel, der Altersunterschied und die Vorstellungen zum Liedgut zu unterschiedlich gewesen. "Das hielt nicht lange."

Die Geschichte des Männergesangvereins 1875 Limbach ist also eine mit vielen Höhen und auch einigen Tiefen. Am kommenden Sonntag aber geht es nur um die Gegenwart des Traditions-Chores. Ab 17 Uhr werden im Theobald-Hock-Haus die Sänger des MGV, die Lindensänger und das Duo Harfpipe für ein abwechslungsreiches Programm sorgen und der Feier zum 140-jährigen Bestehen des Vereins so einen klangvollen Charakter geben.

Zum Thema:

Auf einen BlickDer Männergesangverein 1875 Limbach feiert am kommenden Sonntag, 13. September, ab 17 Uhr im Limbacher Theobald-Hock-Haus sein 140-jähriges Bestehen. Auf dem Programm stehen Auftritte der Männerformation, der Limbacher Lindensänger (Jugend- und Kinderchor) und des Duos Harfpipe mit Saxophonist Bernd Nickaes und der Harfenistin Clara Dicke. thw