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Jan Weber aus Kirkel ist Landesbester

Bester Auszubildender aus Kirkel : Der Kundenkontakt macht ihm viel Freude

Der 21-jährige Jan Weber aus Kirkel hat seine Ausbildung zum Automobilkaufmann mit der landesweit besten Prüfung abgeschlossen.

Der 21-jährige Jan Weber aus Kirkel hat seine Ausbildung zum Automobilkaufmann bei der Torpedo-Gruppe als landesbester Absolvent abgeschlossen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) zeichnete ihn allerdings auf dem Postweg, aus, denn die im Saarland übliche Bestenfeier fiel der Coronakrise zum Opfer.

Jan Weber freute sich trotzdem sehr über den Erfolg, denn ehrgeizig war er in der gesamten Ausbildung. Nach seinem Fachabitur hat er direkt mit der Ausbildung begonnen: „Ich habe während meines Fachabiturs ein Praktikum bei der Kreissparkasse St. Ingbert gemacht und relativ schnell gemerkt, dass mir der Kundenkontakt und die Beratung sehr viel Spaß machen.“ Durch seinen Vater, der bei Mercedes arbeitet, war der junge Kirkeler mit der Autobranche durchaus vertraut. So lag es nahe, sich auch dort zu bewerben. Beim Mercedes-Benz-Vertragshändler in Saarbrücken klappte es.

„Als ich angefangen hatte mit der Ausbildung, wusste ich, dass ich sie gerne auf zwei Jahre verkürzen würde. Ich habe dann auch recht schnell gemerkt, dass mir durch mein Fachabitur Wirtschaft einige behandelte Themen aus dem Unterricht nicht fremd sind. Ein Jahr nach dem Beginn meiner Ausbildung hatte ich mir dann als Ziel gesetzt, unter die besten Drei zu kommen.“ Als er dann die Nachricht bekam, dass er Landesbester sei, war er dennoch überrascht: „Ich hätte nicht gedacht, dass mein Schnitt reicht, um Landesbester zu werden.“

Wegen der Corona-Pandemie war für Jan Weber die letzte Zeit der Schule sogar ausgefallen. „Das war ein bisschen schwierig, da ich ja eh verkürzt habe, und im Endeffekt hatte ich dann nur ein Dreivierteljahr Schulunterricht. Aber ich hatte nicht so große Probleme, mir den Unterrichtsstoff selbst zu erarbeiten.“ Bei Fragen oder Unklarheiten habe er über die Plattform der Online-Schule-Saar mit den Lehrern kommunizieren können. Auch im Betrieb habe Corona Auswirkungen auf die Arbeit gehabt: „Es waren viele Kollegen in Kurzarbeit. Das heißt, die, die da waren, mussten auch mal Aufgaben übernehmen, die sie normalerweise nicht gemacht hätten. Das war zwar schon teilweise sehr stressig aber es war auch schön, mal in andere Aufgabengebiete reinschnuppern zu können.“

Die meiste Zeit in der Ausbildung habe der 21-jährige im Gebrauchtwagenfuhrpark verbracht. Dort lerne man die gesamte kaufmännische Abwicklung kennen: „Man nimmt den Wagen von dem Verkäufer an, teilt ihn in der Werkstatt ein und plant die Auslieferung.“ Sein Ziel sei es, in den Verkauf zu gehen. „In den nächsten eineinhalb bis zwei Jahren will ich Nachwuchsverkäufer werden und dann Verkäufer.“ Ab nächstem Sommer macht der Kirkeler seinen Wirtschaftsfachwirt dual neben der Arbeit. „Wenn ich Verkäufer bin, will ich danach auch noch meinen Betriebswirt machen.“ Der junge Mann halt also ganz konkrete Pläne. In seiner Freizeit spielt er Fußball im SV Kirkel. Nach vorn zu stürmen, scheint ihm zu liegen.