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In Homburg gibt es ein Jugendparlament

Viele Interessenten gesucht : Homburg will ein Jugendparlament – Man kann sich melden

Der Homburger Stadtrat hat im vergangenen Jahr entschieden, einen Jugendbeirat in der Kreisstadt einzurichten. Dieser soll einerseits aktiv die Meinungen und Ansichten junger Menschen in das politische Geschehen einbringen, andererseits sollen aber auch eigene Aktivitäten vom Jugendbeirat angestoßen und durchgeführt werden.

Um den Gründungsprozess so transparent und partizipativ wie möglich zu gestalten, möchte Bürgermeister Michael Forster die jungen Homburgerinnen und Homburger bereits bei der Entstehung einbeziehen, heißt es in der Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Nachdem eine erste Einladung an die jungen Menschen für Ende März abgesagt werden musste, soll nun mit Verzögerung ab dem 12. November, um 17.30 Uhr mit der Umsetzung des Ratsbeschlusses gestartet werden. So sind alle Homburger Jugendlichen und jungen Erwachsenen ab zwölf Jahren ins Kulturzentrum Saalbau eingeladen.

Gemeinsam soll diskutiert werden, welche Themen für junge Menschen wichtig und interessant sind, aber auch, wie die Zusammensetzung des Jugendbeirates aussehen kann, damit sich möglichst viele junge Homburgerinnen und Homburger darin wieder finden. Dabei sind Schülerinnen und Schüler genauso gemeint wie Studentinnen und Studenten, Auszubildende oder Menschen am Beginn ihres Berufslebens. An dem Abend im Kulturzentrum werden Bürgermeister Michael Forster und die Beigeordnete Christine Becker vor Ort sein.

Mit den zuständigen Mitarbeiterinnen aus dem Rathaus werden am 12. November die bisherigen Planungen vorgestellt. Außerdem wird das geplante Bewerbungsverfahren für den Beirat erläutert, der im Frühjahr 2021 seine Arbeit aufnehmen soll. Moderiert wird der Abend von Martin Rüttgers, einem erfahrenen Coach im Themenfeld „Jugendpartizipation“.

Begonnen hatte alles vor über vier Jahren, als die Partnerschaftsbeauftragte Simone Lukas die Freundschaft zwischen Homburg und  dem thüringischen Ilmenau wieder aufleben ließ. Anlässlich eines zweitägigen Besuches des Ilmenauer Bürgermeisters Kay Tischer sowie des dortigen Beigeordneten und Städtepartnerschaftsbeauftragten, Horst Zink, in Homburg,  kam es zu intensiven Gesprächen. Mit dabei waren, gemäß ihrer damaligen Zuständigkeiten, der Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind, die Beigeordnete Christine Becker, der Beigeordneten für Biosphäre und Umwelt, Ulrich Fremgen, der Leiter Kultur, Tourismus, Soziales und Sport, Klaus Kell, und die Partnerschaftsbeauftragte Simone Lukas.  Es ging um den Vergleich der beiden Partnerstädte in Größe, Struktur, Wirtschaft, Haushaltproblematik, Besonderheiten, Erfordernissen von Universitätsstädten sowie um Demographie.

Die Ilmenauer überbrachten die Grüße ihres OB Gerd-Michael Seeber, der die Partnerschaft ebenfalls vertiefen möchte, wie es damals in der Pressemitteilung der Homburger Stadtverwaltung weiter hieß.

Während ihres Aufenthaltes in Homburg führte Dieter Dorda die Delegation durch das Beeder Biotop, nach Schwarzenacker sowie nach Einöd mit Berghof und Ölmühle, um ihnen die Bedeutung der Biosphäre aufzuzeigen. Angestrebt wurde ein Austausch mit dem Biosphärengebiet in Thüringen. Es ging um Themenwanderungen, pädagogische Lehrangebote, Austausch von Bioprodukte oder Neuerungen von Energiekonzepten. Auch dem neuen Kombibad wurde ein Besuch abgestattet.

Aber auch die Homburger profitierten von Ilmenauer Ideen. Denn es wurde damals angeregt, dass auch die Jugend mehr in die Partnerschaft zwischen Homburg und Ilmenau einbezogen werden sollte, zumal die Stadt Ilmenau über ein Jugendparlament im Stadtrat verfügt. Eine Anrgeung, die die Homburger gerne aufnahmen. Auch in der Folgezeit wurden bei Besuchen in Ilmenau beziehungsweise in Homburg, stets auch die Jugendlichen des Stadtrates mit einbezogen. Der amtierende Bürgermeister Michael Forster hatte die Anregung nicht nicht vergessen, einen solchen Jugendstadtrat auch in Homburg einzuführen. Noch beim Heringsessen im Februar hatte er die Pläne angekündigt. Jetzt sollen sie verwirklicht werden.

Die Stadt Homburg freut sich, wenn möglichst viele junge Menschen aus Homburg an diesem Tag die Veranstaltung besuchen und sich aktiv einbringen. Eine Voranmeldung (Name, Adresse, Telefonnummer) ist notwendig, bei: Laura Becker, Telefon (0 68 41) 10 11 11 beziehungsweise laura.becker@homburg.de. Bei offenen Fragen stehen die Jugendpflegerinnen Laura Becker und Sandra Schatzmann unter Telefon (0 68 41) 10 11 12 oder -1 13 oder kinder-und-jugendbuero@homburg.de als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung.