Immer rund um die Uhr auf Achse

Limbach. Es ist kurz vor 18 Uhr - für den Medizintechniker Eric Quarz aus Limbach die Zeit, in der die "Notfälle" des Tages auf dem Terminplan stehen. Bis zum Ende des Arbeitstages, unter Umständen sehr spät am Abend, heißt es nun für den Fachmann rund um medizinische Technik, kurzfristig und mit viel Sachkenntnis defekte Geräte zu reparieren

Limbach. Es ist kurz vor 18 Uhr - für den Medizintechniker Eric Quarz aus Limbach die Zeit, in der die "Notfälle" des Tages auf dem Terminplan stehen. Bis zum Ende des Arbeitstages, unter Umständen sehr spät am Abend, heißt es nun für den Fachmann rund um medizinische Technik, kurzfristig und mit viel Sachkenntnis defekte Geräte zu reparieren. Geräte, die über den Tag hinweg in Quarz' Zuständigkeitsgebiet ausgefallen sind und auf deren Einsatz Ärzte und Kliniken im Saarland, der Pfalz und in nahen Teilen von Hessen und Baden dringend angewiesen sind.Eric Quarz ist Mitgesellschafter des Medizintechnik-Spezialisten Steffen und Co. mit Sitz in Sulzbach. Als einer der Teilhaber ist er mitverantwortlich für den Verkauf von medizinischtechnischen Geräten aller Art und aller Größen, für die kompetente Beratung der Kunden und eben auch für die Reparatur der hochsensiblen Technik. Über den Tag hinweg sind es die planbaren Termine rund um Verkauf und Beratung, die den Ablauf bestimmen, nach 17 Uhr bis mitunter spät in die Nacht gesellen sich dann noch die besagten Notfälle zum Tagespensum hinzu. "Kein Tag ist wie der andere", sagt Quarz. Und er sagt es mit einem Lachen. Denn seinen Job liebt er, ein anderer käme für ihr nie in Frage. "Meine Horrorvorstellung wäre es, wenn ich den ganzen Tag im Büro sitzen müsste." Davon ist Eric Quarz weit entfernt, über den Tag hinweg sind es unterschiedliche Orte, unterschiedliche Kunden, unterschiedliche Herausforderungen, die seine Arbeit prägen.

Seit 17 Jahren ist der Medizintechniker "auf Achse", über seinen Beruf sagt er: "Kein Tag war wie der andere." Dabei ist es neben der Tatsache, das Routinen ihm weitestgehend fern bleiben, vor allem der Mix aus zwei ganz verschiedenen Aufgaben, die ihn im positiven Sinne reizen: Das Wechselspiel zwischen Beratung und Verkauf von Medizintechnik auf der einen Seite und das Warten, Überprüfen und Instandsetzen derselben auf der anderen. Dieses weite Aufgabenfeld und seine vielfältigen Anforderungen, auch in zeitlicher Hinsicht, fordert seinen Tribut, das Handy begleitet Eric Quarz rund um die Uhr. Denn nicht nur im Falle einer nötigen Reparatur oder eines ganz klassischen Service klingelt sein mobiles Telefon, auch wenn die Kunden Fragen zum Betrieb eines Gerätes haben oder etwas unklar ist, ist Quarz gefragt. "Mein Handy klingelt über den Tag hinweg zwischen 40 bis 45 mal."

Zu den täglichen Aufgaben als Medizintechniker gesellt sich für den Gesellschafter von Steffen und Co. auch noch die Pflicht zur permanenten Weiterbildung. "Die Medizintechnik-Branche entwickelt sich sehr schnell. Deswegen muss man immer auf dem Laufenden sein und wissen, was es Neues gibt, wohin die technische Reise geht." Das heißt ganz konkret für Quarz: sieben bis acht Schulungen pro Jahr.

Aber einen anderen Job kann sich der Limbacher nicht vorstellen. "Die Arbeit macht Spaß und hält jung."< wird fortgesetzt

Hintergrund

Arbeit ist ein Räderwerk, das niemals still steht. Viele Tätigkeiten greifen ineinander, um die Wirtschaft und unser tägliches Leben am Laufen zu halten.Die SZ geht an den Ort zu den Menschen, die Tag und Nacht arbeiten. So entsteht ein Mosaik der Berufswelt in unserer Region rund um die Uhr.

Und das im Stundentakt: SZ-Journalisten besuchen Männer und Frauen für je eine Stunde an ihren Arbeitsplätzen und berichten anschließend darüber. red