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Hier soll das Internet schneller werden

Hier soll das Internet schneller werden

In der Gesamtgemeinde Kirkel gibt es nach und nach rasantere Datenverbindungen. Davon profitieren Bürger und Gewerbe.

In Limbach ist schnelles Internet schon seit einiger Zeit in einem Teil des Ortes verfügbar. Nun gehen die Ausbauarbeiten der Telekom in Kirkel-Neuhäusel weiter.

In der vergangenen Woche gab's den offiziellen Spatenstich. In einem ersten Schritt bedeutet dies für rund 1000 Haushalte die Möglichkeit einer deutlich besseren Anbindung an das weltweite Datennetz als bisher. Ziel ist es, diesen ersten Teil des Ausbaus bis Ende 2017 zu verwirklichen. Dazu wird die Telekom in den kommenden Wochen fünf neue Multifunktions-Verteiler aufbauen und insgesamt 1800 Meter Glasfaserkabel verlegen. Des weiteren werden bestehende Kupferkabel mit der sogenannten Vectoring-Technik optimiert. Dies soll Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde möglich machen. Vectoring steht dabei für eine neuartige Technologie, die das Internet über Kupferkabel schneller machen soll. Im Detail: Beim Datenverkehr über Kupferleitungen oder auch durch äußere Einflüsse entstehen elektromagnetische Störungen, die wiederum den Datenfluss stören und langsamer machen. Durch die Vectoring-Technologie sollen genau diese Störungen ausgeglichen werden - wie bei einem Kopfhörer, der Außengeräusche unterdrückt. So soll schnelleres Internet möglich gemacht werden.

Bruno Scholz, verantwortlicher Regio-Manager der Telekom, sagt zu den Plänen seines Unternehmens: "Kirkel wird in drei Stufen ausgebaut." In einem ersten Schritt baue man in Eigenregie und auf eigene Rechnung die Netzkapazität in einem Bereich entlang der Kaiserstraße aus. Dann wende man sich dabei dem "Nahbereich" zu, einer weiteren Zone entlang der Kaiserstraße/Goethestraße. "Hier haben wir bei der Bundesnetzagentur beantragt, dieses Areal mit Vectoring-Technik aufzurüsten." Zum dritten laufe derzeit für weitere Teile des Ortes die Ausschreibung des "Zweckverbands elektronische Verwaltung für saarländische Kommunen" (Ego Saar) für einen Ausbau mit schnellem Internet. Bis Ende Mai wolle man dort entscheiden, wer den Zuschlag für diesen Teil des Ausbaus erhalte. Hier stünden, so Scholz, die Chancen seines Unternehmens nicht schlecht, diese Ausschreibung erfolgreich zu gewinnen. Sollte das eintreten, dann wolle man diesen Teil des Ausbaus bis Ende 2018 bewerkstelligen. Kirkels Bürgermeister Frank John begrüßte den weiteren Ausbau von schnellem Internet in der Gesamtgemeinde nachdrücklich. Im Vorwahlbereich von Homburg habe es in Limbach und Altstadt schneller geklappt, begründet im Ausbau des Netzes in der benachbarten Kreisstadt, "jetzt geht es im Bereich der Vorwahl 0 68 49 los. Das ist ein Vorteil für Kirkel."

Bruno Scholz lobte am Rande des Spatenstichs ausdrücklich die Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung. "Die Betreuung ist richtig klasse. Und auch beim Genehmigungsverfahren ist alles vorbildlich, es macht Spaß, in Kirkel auszubauen. Insofern gehe ich auch davon aus, dass wir unsere Termine einhalten werden." Man werde dabei die Belastungen der Bürger durch die Bauarbeiten so gering wie möglich halten, "wir gehen in überschaubaren Abschnitten vor." Der Ausbau von schnellem Internet in der Gemeinde Kirkel bringe dabei nicht nur für die Bürger deutliche Vorteile, auch Industrie und Gewerbe profitierten davon, so Scholz. "Ein schneller Internetanschluss ist für Familien und potenzielle Investoren bereits heute ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Ansiedlung. Mit einem Breitband-Internetanschluss hat die Gemeinde Kirkel mit ihren Ortsteilen Kirkel-Neuhäusel, Limbach und Altstadt einen wichtigen Standortvorteil!"