Gemeinde Kirkel begrüßt das Jahr musikalisch

Neujahrskonzert in Kirkel : Kirkel startete musikalisch ins neue Jahr

Das Neujahrskonzert der Gemeinde in der Burghalle mit dem Musikverein Limbach war erneut sehr gut besucht.

Ein Neujahrskonzert könnte man ja gerne einfach als musikalisches Ereignis von Rang bezeichnen. Und tatsächlich hat bei uns in der Region diese Art von „Hallo zum neuen Jahr“ den klassischen kommunalen Neujahrsempfängen den Rang abgelaufen. Lediglich Bexbach, so am vergangenen Freitag, lädt noch als Stadt zu einem klassischen Empfang ein, in Homburg und auch in Kirkel setzt man hingegen auf einen musikalischen Neujahrsgruß. Einen solchen gab es am Sonntagnachmittag in Kirkel, als die Burghalle erneut zum Anziehungspunkt für mehr als 750 Gäste wurde. Die wollten sich das Neujahrskonzert, wieder musikalisch gestaltet vom Hauptorchester des Musikvereins Limbach, nicht entgehen lassen.

Und wie in den vergangenen Jahren war die Nachmittag eben nicht nur wieder ein bemerkenswertes, musikalisches Ereignis. Vielmehr nutzten die Gäste rund um den Sektempfang und in der Pause die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Kirkels Bürgermeister Frank John ließ es sich wie immer nicht nehmen, gemeinsam mit seiner Tochter Zoe am Eingang zur Halle wohl fast jeden Gast mit Handschlag und ein paar freundlichen Worten zu begrüßen. Ob John nach diesem Handschüttel-Marathon am Montag über eine Sehnenscheiden-Entzündung klagte, das ist nicht bekannt.

Zum Aufgebot gehörte am Sonntag auch das Team der Burgnarren Kirkel um Vereinschefin Irmgard Weidner. Der Fastnachtsverein sorgte an der Theke und am heißen Ofen dafür, dass der Nachmittag auch in Sachen Getränke und Speisen nichts zu wünschen übrig ließ. Der frühere Burgnarren-Sitzungspäsident Thomas Boesen sorgte emsig dafür, dass es an Handfestem für den Magen nicht mangelte, das Burgnarren-Team mit Joanne Boesen, Heike Schneider, Maike Ames, Kathrin Neuschwander und vielen anderen, helfenden Händen sorgten für den „Kunden-Nahkontakt“. Die Gäste des großen Neujahrskonzerts, alles organisiert vom Team des Kulturamtes mit Dominik Hochlenert, Sarah Klein, Heike Scherer-Dahmen und Alexandra Stauden, konnten sich also bequem in ihren Stühlen zurücklehnen – für einen umfassenden Service rund um das eigentliche Konzert war quasi ebenso rund um die Veranstaltungs-Uhr gesorgt.

Nun kommt es bei einem ausgewiesenen Neujahrskonzert aber eben nicht nur auf das Drumherum an, sondern natürlich auch auf die Musik selbst. Im zweiten Jahr unter der Leitung von Zija Bejleri, kurz „Buschi“, präsentierten die Musiker einen beeindruckenden Spaziergang durch ganz unterschiedliche Genres – von Klassik über Pop bis Rock. Und der Musikverein machte deutlich, dass es als symphonisches Blasorchester in solch unterschiedlichen Kontinenten der Musikwelt sicher und gekonnt unterwegs sein kann. Ganz klassisch dabei der Auftakt mit dem „Fliegermarsch“. Wer nun auf den ersten Ton mit diesem Werk aus der Feder von Hermann Dostal aus der Operette „Der fliegende Rittmeister“ nichts anfangen konnte, für den sorgte Musikerin Vanessa Semmet als Moderatorin des Konzerts für Klarheit. Immer wieder gab sie zu den einzelnen Werken begleitende Infos, so als das Orchester schon mit dem zweiten Stück des Nachmittags richtig viel Flexibilität bewies.

Da kündigte Semmet einen musikalischen Dreier aus Stücken der Ausnahme-Sängerin Adele an. Aus deren legendär gut verkauften Album „21“ gab‘s als gemeinsames Arrangement die drei Top-Titel „Set fire to the rain“, „Someone like you“ und „Rolling in the deep“. Damit verwirklichten Zija Bejleri, der auch als Solist im weiteren Verlauf des Konzertes brillierte, und sein Orchester schon gleich zu Beginn das, was Vanessa Semmet bereits in ihrer Begrüßung skizziert hatte. „Das Hauptorchester des Musikvereins darf heute zum neunten Mal in Folge dieses Neujahrskonzert gestalten. Ich darf Ihnen versprechen, dass wir auch in diesem Jahr wieder ein sehr abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm zusammengestellt haben. Wir haben Polka, wir haben symphonische Blasmusik – aber durchaus auch viel Rock und Pop.“ Ein Blick auf‘s Programm gab dem Recht, dort fanden sich auch Arrangements von Elton John, Toto und Abba. Einen großen Applaus hingegen gab’s dabei nicht nur für die unbestritten erneut große Leistung des Musikvereins, sondern auch als Vanessa Semmet einen eigentlich ganz selbstverständlichen Wunsch für 2020 äußerte. „In der aktuellen poltischen Lage kann man durchaus auf ein bisschen Frieden hoffen.“