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Geflügel-Schönheiten machten Altstadter Schau sehenswert

Geflügel-Schönheiten machten Altstadter Schau sehenswert

Zwar sind die Meister der verschiedenen Klassen noch nicht ermittelt, doch ein Erfolg war die Rassegeflügelschau in Altstadt allemal. 51 Züchter, davon 23 vom Gastgeber-Verein, präsentierten Jury und Besuchern 600 Tiere.

Rassige Schönheiten in Hülle und Fülle waren am Wochenende in Altstadt besonders gefragt. Rassegeflügelschau war nämlich angesagt, und die Hugo-Strobel-Halle war über zwei Tage Anlaufstelle für Liebhaber des Federviehs aus Nah und Fern. Rund 600 Tiere reinster Rassen stellten sich den gestrengen Augen der Juroren wie dem staunenden Laien. Denn gleich fünf verschiedene Meisterschaften wurden im Rahmen dieser Konkurrenz ausgetragen, so dass passionierte Züchter aus vielen saarpfälzischen und anderen saarländischen Vereinen darüber hinaus die Ergebnisse ihrer Arbeit im zurückliegenden Jahr nun im kleinsten Kirkeler Ortsteil präsentierten.

"Eine der Aufgaben, denen wir uns stellen, ist die Erhaltung der alten, traditionellen Rassen", betonte Petra Müller , die Vorsitzende des 1929 gegründeten Altstadter Geflügelzuchtvereins. Und was für prächtige Exemplare da zu sehen waren: Wuchtig-kolossale Brahma-Hühner und tiefschwarze Jersey-Giganten, goldhalsige englische Kämpfer, Bielefelder Kennhühner und die farbenfrohen Vorwerkhühner umfasste die Palette ebenso wie die in ihrem exakten Schwarzweißkontrast so auffälligen Lakenfelder. Brahmanen gab es auch in Miniatur, wobei sie im Vergleich mit kleinen deutschen Reichshühnern eher als Riesenzwerge daher kamen. "Besser auf die Zehennägel achten" hieß es auf einer Bewertungskarte am Gehege, während ein New-Hampshire-Hahn mit dem Makel leben musste, dass sein "Schwanzübergang nicht steil genug" war - das gab Punktabzug.

Freilich fiel nicht allein das Aussehen ins Auge, auch das Gehör wurde gehörig in Sachen Geflügelkunde geschult: Hähne krähten, Hühner gackerten, Marmel- und Moorenten quakten, fränkische Landgänse schnatterten, Tauben gurrten - ein imposantes Konzert bot sich so.

Beschickt wurde die Schau von insgesamt 51 Züchtern, von denen allein 23 dem gastgebenden Verein angehören. 20 weitere kamen aus den übrigen saarpfälzischen Clubs - Erbach, Rohrbach, Heckendalheim, Homburg und Ensheim. Bis die Meister aller Klassen ermittelt sind, wird es nach den Worten von Petra Müller noch eine Weile dauern: Erst müssen alle Bewertungen der Preisrichter zusammengetragen werden.

In einem Jahr wird Altstadt zum Schauplatz der Hauptsonderschau der aus der englischen Grafschaft Kent stammenden Orpington-Rasse. "Das wird viel Arbeit für uns, aber wir freuen uns schon drauf", so Müller.