Feuerwehr-Nachwuchs in Feierlaune

Reger Zulauf trotz Regens – die freiwillige Feuerwehr Kirkel-Neuhäusel machte sich die viele Mühe nicht umsonst. Schließlich wurde rund um das Gerätehaus doppelt gefeiert.

Zweieinhalb Tage lang, und das ist seit vielen Jahren am Muttertags-Wochenende beste Tradition bei der freiwilligen Feuerwehr in Kirkel-Neuhäusel, ging es am, um und im Feuerwehrgerätehaus an der Eisenbahnstraße richtig rund. Auf dem Terminplan: der "Tag mit der Feuerwehr" und in diesmal zusätzlich "40 Jahre Jugendfeuerwehr". Neben einem umfangreichen Live-Musik-Programm mit Memphis, der Firma Holunder, der Gitarrengruppe Eckes und der Big-Band Al Forno sowie Leckerem aus Flasche, Fass und vom Grill stand vor allem das Jugendfeuerwehr-Jubiläum im Vordergrund - entsprechend gewürdigt mit einer eigenen Jugendfeuerwehr-Olympiade am Samstag. 19 Teams, darunter welche aus Homburg oder aus der Feuerwehr-Partnerstadt Heidelberg, seit Langem echte Freunde des Löschbezirks, hatten sich auf den Weg gemacht, um den Sieg davon zu tragen. Am Ende landete das Team Limbach 1 mit Niklas Sandmayer, Luca Fizzani, Nils Severin und Sven Ecker auf dem ersten Platz, gefolgt von den Teams Medelsheim 1, Ommersheim 2, Habkirchen 1 und Homburg 1. Doch bevor es aus den Händen von Landrat Clemens Lindemann, Kirkels Bürgermeister Frank John und den beiden Jugendfeuerwehrbeauftragen des Löschbezirks Kirkel-Neuhäusel, Silke Herges und Claudia Heckmann, Geldpreise und kleine Überraschungen gab, mussten in den Stunden vor der Siegerehrung einige Aufgaben erfüllt werden. Dabei gestaltete sich die Olympiade fast wie eine Erkundungstour durch Kirkel-Neuhäusel: Am Feuerwehrgerätehaus gab's eine Spritzenwand und ein Kistenspiel, auf der Kirkeler Burg Beil- und Hufeisenwerfen sowie einen "Multi-Kulti"-Fragebogen. An der Grundschule standen die Stationen "Lange Wegstrecke" und "Krankentrage" auf dem Programm, auf dem Marktplatz sollte das "Schwammspiel" und das "Rollbrett" bewältigt werden. Und vor der Burghalle musste schließlich mit Schlauchteilen gepuzzelt oder ein Ball per Handspritze durch einen Slalom-Parcours gelenkt werden. Genau dort bewiesen sich am Mittag, unter den wachsamen Augen von Löschmeister Klaus Neumann, mit Dennis Männich, Marc Oliver Bentz, Florian Kolb und Nils Steffen auch vier Nachwuchsfeuerwehrmänner der Jugendfeuerwehr Kirkel-Neuhäusel. Eben der neunjährige Nils sagte das, was die Nachwuchsverantwortlichen bei den Wehren wohl am liebsten hören: "Es war schon immer mein Traum, Feuerwehrmann zu werden."

Nicht ganz so traumhaft verlief's wettertechnisch für die Veranstaltung unter der Schirmherrschaft von David Lindemann. Doch Löschbezirksführer Thorsten Klaus, der Fördervereinsvorsitzende Hans-Peter Schmitt und alle engagierten Mitstreiter konnten sich trotzdem über regen Zuspruch freuen.