Erster Gesundheitstag für Kinder in Kirkel

Premiere : Kinder fit fürs Leben machen

Der erste Kindergesund- heitstag in Kirkel verband Bewegungsangebote, Ernährungstipps und mehr zu einem kind- gerechten Programm rund ums Thema Gesundheit.

Wer im Alter so gesund wie möglich sein möchte, der sollte schon von Klein auf daran arbeiten, die nötigen Voraussetzungen zu schaffen. Das ist eigentlich eine Binsenweisheit. Doch aktuelle Studien zur Übergewichtigkeit bei Kindern sprechen eine andere Sprache, so richtig ist noch nicht überall angekommen, was für die Kleinen und Kleinsten sinnvoll ist: eine ausgewogene Ernährung, kein Zucker im Überfluss – und natürlich viel Bewegung. Vor einigen Tagen nun setzte Kirkel genau an diesem Punkt an, mit dem ersten Kindergesundheitstag in der Gemeinde. Nicht zum ersten Mal wurde dabei ein neues Konzept im Zusammenspiel zwischen der Gemeindeverwaltung in Form des Sozialbüros und des Vereins „Prävention und Gesundheit im Saarland“, kurz: Pugis, umgesetzt.

Als Teil der Kampagne „Das Saarland lebt gesund“ war die Burghalle in Kirkel-Neuhäusel Schauplatz eines wirklich ungewöhnlichen Ansatzes, namentlich nicht mit dem erhobenen Zeigefinger zur Besserung zu mahnen, sondern sich ganz kindgerecht (und mit handfesten Informationen für die Eltern) zusammen mit „Gesundheitsinspektor Power“ ein Rätsel zu lösen – und dabei die einzelnen Stationen der unterschiedlichen Kooperationspartner des Aktionstages in der Halle zu erkunden. Hinter dem ungewöhnlichen Ansatz steckten die beiden Studentinnen Jenna Pletsch und Anna Meyer, Mitglieder des Teams von Pugis. Für Jenna Pletsch bedeutet der Veranstaltungssamstag dabei aber nicht nur, im Studium erlerntes Wissen praktisch umzusetzen, tatsächlich liegen die „Abenteuer von Gesundheitsinspektor Power“, gefasst im Kindergesundheitstag Kirkel, auf ihrem Weg zum Bachelor, an dem sie gerade schreibt.

Grundsätzliches zur Gesundheitsprävention in der Gemeinde skizzierte am Veranstaltungstag im Gespräch mit unserer Zeitung Wolfgang Steiner, der Leiter des Kirkeler Sozialbüros. Eben Vorsorge zu leisten gehe nur „mit unseren Projektpartnern, das sind die Krankenkassen, das ist das zuständige Ministerium und das ist Pugis“. Gerade Pugis habe hier eine große Bedeutung, so Steiner, weil der Verein seit nunmehr sechs Jahren die Gemeinde mit studentischen Fachkräften unterstütze. Aktuell nehme Anna Meyer diese Aufgabe war, „Anna ist drei Tage bei Pugis und zwei Tage bei der Gemeinde.“

Vor dem Hintergrund einer generationsübergreifenden Präventions- und Gesundheitsarbeit sei man froh und dankbar für neue Ideen, verdeutlichte Steiner, „wir wollen uns weiterentwickeln und nicht das Alte wiederholen“. Da kam die Idee von Jenna Pletsch, sie studiert an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, gerade recht, sie hatte die Grundidee zum ersten Kirkeler Kindergesundheitstag. Gemeinsam brachten Pletsch und Meyer dann das Programm des Tages auf den Weg. Pletsch zum Konzept: „Ich hab mir gedacht, dass ich einfach mal gerne alle Handlungsfelder abdecken möchte – das aber auf spielerische und kindgerechte Art und Weise.“

Dabei sollten aber wirtschaftliche und wissenschaftlich Aspekte ebenso beleuchtet werden. „Daher auch die unterschiedlichen Mitakteure des heutigen Tages.“ Das waren konkret neben der Gemeinde und dem Verein Pugis selbst auch noch die Krankankassen AOK und IKK Südwest, die Knappschaft, die Organisation „Doppeleinhorn“, der Ernährungsrat Saarland, die Feuerwehr Kirkel, das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Saarpfalz-Athletik, der SV Kirkel, die Tanzmanufaktur von Lisa Merscher, der TV Altstadt, der TV Kirkel, der TV Limbach mit den Abteilungen Leichtathletik, Tischtennis und Volleyball sowie das Programm „Das Saarland lebt gesund“. Pletsch und Meyer lieferten damit in Zusammenarbeit vor allem auch mit lokalen Partnern aus der Vereinswelt ein spannendes Programm mit Bewegungsmöglichkeiten, Ernährungstipps, Vorführungen, Vorträgen und vielem mehr.

„Wir wollen den Kontakt gerade zu den Vereien auf einfache Art und Weise ermöglich“, begründete Pletsch das starke Engagement Kirkeler Vereine, „unsere Überzeugung ist es, dass wir die Kinder am besten erreichen, wenn sie sich selbst ausprobieren können. Und dieses Rätsel, diese Aufgabe, die es zu lösen gilt, soll dabei die Kinder an jeden einzelnen Stand bringen“, erklärte Pletsch. Und Anna Meyer ergänzte: „Wir haben uns dafür einen Namen überlegt, der für die Kinder nicht so schwer ist.“ Und so wurde Inspektor Power geboren.

Als Teil von „Das Saarland lebt gesund“ soll der Kirkeler Kindergesundheitstag auch ein Muster sein für andere Kommunen, die an diesem Programm teilnehmen. Aber auch in Kirkel soll der Aktionstag, Stichwort „Nachhaltigkeit“, keine Eintagsfliege gewesen sein, machten Steiner, Pletsch und Meyer klar.

Mehr von Saarbrücker Zeitung