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Exkursionen: Erlebnistouren durch die heimische Fauna

Exkursionen : Erlebnistouren durch die heimische Fauna

Mit der Volkshochschule Kirkel können Naturliebhaber im November bei zwei Exkursionen mehr über die heimische Natur erfahren. Es werden Flechten mikroskopisch betrachtet und Zugvögel beobachtet.

(red) Gleich zwei Exkursionen bietet in der nächsten Zeit die VHS-Kirkel an. Am Sonntag, 5. November, führt die VHS-Kirkel in Zusammenarbeit mit der BUND-Ortsgruppe Altstadt-Kirkel-Limbach in die Welt der Flechten ein. Treffpunkt ist um 9 Uhr auf dem Marktplatz in Kirkel-Neuhäusel an der Wielandstraße, wo Fahrgemeinschaften gebildet werden sollen, dann geht es mit Privatfahrzeugen nach Bad Dürkheim fahren. Die Rückkehr ist nachmittags gegen 17 Uhr vorgesehen.

Nachdem in den vergangenen Jahren jeweils Flechten in der freien Natur in der näheren Umgebung beobachtet wurden, sollen diesmal Flechten mikroskopisch betrachtet werden. Dies soll in einem Besucherraum des Pfalzmuseums für Naturkunde in Bad Dürkheim, Hermann-Schäfer-Straße 17, unter Anleitung von Volker John geschehen. Mikroskope und Untersuchungsmaterialien sind jeweils vorhanden, selbstverständlich darf jeder auch eigenes Material mitbringen. John ist als Biologe im Pfalzmuseum für Naturkunde maßgeblich für den biologischen Teil dieses Museums verantwortlich und wird an diesem Tag, der zugleich Tag der offenen Tür für das Museum ist, auch eine Führung durch seine Arbeitsstätte anbieten. Alle Interessenten sind  eingeladen. Rückfragen und eventuell auch Anmeldungen sind unter Telefon (0 68 49) 249 möglich.

Am Sonntag, 12. November, bietet die VHS Kirkel erneut in Zusammenarbeit mit der BUND – Ortsgruppe Altstadt-Kirkel-Limbach eine weitere naturkundliche Exkursion zur Beobachtung von vor allem Vögeln am Höllengraben („Biotop Beeden“) unter der Führung von Siegfried Kramp an. Treffpunkt ist um 11  Uhr am Beobachtungsstand am Sportplatz Beeden – Aussichtsplattform Biotop Beeden 2, Sandweg 11. Voraussichtliches Ende ist gegen 13 Uhr.

Wie bei den „Zugvogel-Exkursionen“ im vergangenenJahr will man sich  hier die relativ weite Anfahrt zu den Lothringischen Weihern sparen und stattdessen zu dem sehr nahe gelegenen Naturschutzgebiet Höllengraben fahren. Die relativ späte Tageszeit wurde in der Hoffnung gewählt, dass sich bis dahin möglicherweise vorhandener Nebel wieder gelichtet hat. Bei der vorjährigen Exkursionen dorthin konnten insgesamt dort 13 Wasservogelarten (Enten, Gänse, Reiher, Taucher, Watvögel, Störche), ein jagender Eisvogel und zwei Nutrias auf den feuchten Wiesen und flachen Gewässern beobachtet werden, hieß es in einer Mitteilung weiter. Es könnten also  im Naturschutzgebiet Höllengraben fast so viele Arten wie an den Lothringischen Weihern erwartet werden, allerdings nicht die hohen Individuenzahlen oder großen Vogelschwärme.  Unter der Vielzahl an Vögeln – Spezialisten haben dort über das Jahr verteilt mehr als 160 Vogelarten nachgewiesen – werden sowohl Standvögel, die dort ganzjährig leben, als auch heimische Zugvögel, die zur Brut an die Weiher kommen und noch nicht in ihre Winterquartiere weggeflogen sind, und Durchzügler oder Wintergäste, die bereits aus ihren nördlichen Brutrevieren dort angekommen sind, anzutreffen sein.

Um diese Tiere auch auf etwas größere Entfernung gut beobachten zu können, sei es sinnvoll, ein Fernglas oder Spektiv – soweit möglich – mitzubringen. Auch eine Lupe ist bei solchen Exkursionen immer hilfreich, um bei Bedarf die ein oder andere interessierende Pflanze oder verschiedene Kleintiere genauer zu betrachten. Da diese „Exkursion“ mehr oder weniger im Stehen erfolgt, sollte man sich entsprechend warm anziehen.

Teilnehmen können alle Interessierten. Rücksprachen auch wegen eventueller Fahrgemeinschaften sind unter Telefon (0 68 49) 249 möglich.