Eine magische Burgerstürmung

Kirkel. Dass sie feiern können, das haben die Kirkeler Burgnarren in den zurückliegenden Jahren schon mehr als einmal bewiesen. Dass sie das aber auch unter erschwerten Bedingungen zu leisten in der Lage sind, davon wird in der Zukunft die Burgerstürmung des Jahres 2010 künden

Kirkel. Dass sie feiern können, das haben die Kirkeler Burgnarren in den zurückliegenden Jahren schon mehr als einmal bewiesen. Dass sie das aber auch unter erschwerten Bedingungen zu leisten in der Lage sind, davon wird in der Zukunft die Burgerstürmung des Jahres 2010 künden. Bei Schneetreiben und eisigen Temperaturen ließen die Burgnarren auch gestern keinen Zweifel daran, dass sie das Sagen auf der Kirkeler Burg während der tollen Tage haben wollen. Keine Minusgrade und kein eiskalter Windhauch konnte das Kinderprinzenpaar Nina Hartmann als Nina I. und Yoni Göpfrich als Prinz Yoni I. aufhalten. Unterstützt durch die Narrenschaar rangen sie auch in diesem Jahr den Grafen Hans-Peter, einmal mehr wehrte sich Ortsvorsteher Hans-Peter Schmitt nach Kräften gegen seine traditionelle Niederlage, schwungvoll nieder. Doch die cleveren Burgnarren, gut aufgestellt von deren Vizepräsidenten Michael Calla, setzten in diesem Jahr nicht auf klirrende Schwerter, sondern auf die Kraft der Magie. 13 Hexen hatte sich das junge Prinzenpaar als Kämpfer für eine närrische Herrschaft zu Hilfe geholt. Und die ließen keinen Zweifel daran, wer bis zum Aschermittwoch auf der Kirkeler Burg das Sagen haben wird. "Ihr habt uns gerufen, nun sind wir da. Wir werden helfen dem Kinderprinzenpaar. Den Schlüssel der Burg uns zu geben, wird sich lohnen, denn Dein Leben werden wir dann verschonen. Sag Graf, wie wirst du dich nun entscheiden, gibst du auf oder willst du lieber leiden?" Die vielen Fragen beantwortete Graf Hans-Peter zuerst mit Kampfeswillen, später dann mit einem sichtlich schwindenden Verteidigungswillen, zu stark und zu gewalltig waren Magie und Hexerei. Im dichten Dunst, für den sorgte ganz prosaisch Kirkels Löschbezirksführer Thorsten Klaus mit seiner Nebelmaschine, wilder Verwünschungen kam es, wie es eben kommen musste: Der Graf wurde entmachtet. Und noch einer Überraschung musste sich der wackere Verteidiger stellen. Statt am Pranger oder im Verlies landete der Graf auf dem Scheiterhaufen - späte Rache der Hexen an ihren Peinigern von einst. So war es bei allem Schnee und Kälte zumindest für den Grafen eine "heiße Feier". Und auch die anderen Narren, ganz gleich ob mit Burg oder ohne, feierten sich am Fuße des Kirkeler Wahrzeichens von Minute zu Minute Grad um Grad nach oben. thw

Auf einen BlickZum ersten Mal mit der Kraft der Magie stürmten die Kirkeler Burgnarren gestern die Kirkeler Burg. Damit sind die tollen Tag eingeläutet. Bis zum Aschermittwoch bieten die Kirkeler Narren noch allerlei Programm: Samstag, 13. Februar, Faschingsdisco für Jugendliche im Jochen-Klepper-Haus, Sonntag, 14. Februar, Kinderpreismaskenball in der Kirkeler Burghalle, Freitag, 19. Februar, Heringsessen im Restaurant Weihertal. thw